...du bist krank im Kopf, manchmal....

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Die nächsten zwei Tage bekam Jan den Kleineren nicht zu Gesicht und Alex ging er aus dem Weg.

Selbst beim Training am Mittwoch Nachmittag würdigte er den anderen mit keinem Blick. Nach ihrer Trainingseinheit trödelte Jan solange herum bis alle fertig mit duschen waren und er alleine im Waschraum stand, bis er fertig sein würde wären die anderen schon alle weg, vor allem Alex.

Als er nur mit einem Handtuch um die Hüften in die Umkleide kam stand Alex jedoch im Türrahmen und sah ihn abwartend an. Ohne ein Wort zu sagen zog sich Jan an und wollte als, er fertig war sich an Alex vorbei drängen.


Sag mal was ist eigentlich los, hab ich dir irgendetwas getan?“, Alex blockierte die Tür.

Nein alles ok.“, murrte Jan und wartete bis der andere den Weg wieder freigeben würde.

Alles ok, alles ok wie oft ich diese verschissenen Wörter die letzten Tage schon gehört habe. Nix ist ok, Tom geht mir aus dem Weg und du fängst jetzt auch damit an. Vielleicht könntest du mir mal sagen was passiert ist als Tom bei dir war, aus ihm bekomme ich ja kein Wort raus. Und sag bloß nicht es wäre nichts gewesen, nicht ohne Grund verbarrikadiert sich Tom in seinem Zimmer.“, mit wütenden Augen funkelte Alex ihn an, verschränkte demonstrativ seine Arme vor der Brust und lies keinen Zweifel daran das er Jan erst gehen lassen würde wenn er eine Erklärung bekommen hätte.

Vielleicht solltest du mal die Augen aufmachen, dann hättest du schon lange gemerkt was los ist.“, brummte Jan undeutlich.

Was? Wie meinst du denn das jetzt?“, irritiert schaute ihn der andere an.

Wie blind kann man eigentlich sein, hmm? Tom ist in dich verliebt und ich...ich..“

Nein das konnte er Alex nicht sagen, er konnte einfach nicht.

Tom in mich verliebt, nee ist klar.“, lachte Alex auf und schien sich nicht mehr beruhigen zu können.

Natürlich, siehst du denn nicht wie er dich immer anschaut, ich wäre mehr als froh wenn er mich so ansehen würde.“, zischte Jan ungehalten.

Diese Wut auf Alex wuchs immer mehr, wieso konnte er nicht einfach das sehen was doch so offensichtlich war.

Du meinst das ernst, oder?“, wollte Alex wissen nachdem er sich beruhigt hatte.

Scheiße du meinst das wirklich ernst. Also pass mal auf Jan, ich liebe Tom, ich liebe ihn mehr als irgend etwas anderes auf der Welt und vielleicht wenn ich so ein ignorantes Arschloch wäre wie du gerade glaubst, dann hätte ich schon längst etwas mit Tom angefangen. Aber das bin ich nicht. Ich weiß das ich Tom verletzen würde, ich würde ihn nie glücklich machen können, zumindest nicht in der Position als fester Freund.“, mit einem Lächeln schüttelte Alex den Kopf.

Wir kennen uns schon zehn Jahre, ich habe mit Tom mehr Zeit verbracht als mit irgend einem anderen Menschen. Glaube mir wenn Tom in mich verliebt wäre dann wüsste ich das. Und vor allem, Tom würde sich nie in mich verlieben, in diesen Dingen ist er, sagen wir mal, etwas kompliziert. Mit den Männern hatte er nie sehr viel Glück und das Letzte was er tun würde wäre sich so einen Kerl wie mich verlieben. Tom ist ein Romantiker, er glaubt an die große Liebe und da passe ich ganz sicher nicht rein.“

Aber vielleicht zeigt er dir das gerade deshalb nicht, weil er weiß wie du darauf reagieren würdest und vielleicht wäre er genau der Richtige für dich.“, meinte Jan leise und lies sich auf eine der Umkleidebänke fallen.

Ähm nein ganz sicher nicht.“, Alex sah ihn mit einer Mischung aus Irritation und einem irren Glitzern in den Augen an.

Aber hast du nicht die Blicke bemerkt mit denen er dich immer anschaut? So schaut man nur jemanden an wenn man verliebt ist.“

Wieso konnte Alex nicht einsehen das Tom in ihn verliebt war. Das war doch mehr als offensichtlich, wenn selbst er es bemerkt hatte.

Ich glaube diese Blicke waren nicht für mich bestimmt.“, meinte nun Alex ruhig und setzte sich neben Jan auf die Bank.

Wie nicht für dich, für wen denn sonst da war doch niemand.“

Wenn Tom nicht Alex mit diesen verklärten Augen angesehen hatte wen dann, sonst war doch nie jemand anderes dabei gewesen.

Du hast eben gesagt du wärst froh wenn Tom dich so anschauen würde.“, Alex sah Jan von der Seite an und dieser nickte leicht.

Ja sicher wäre er froh wenn Tom ihm solche Blicke schenken würde. Beim Sex hatte Tom ihn auch so angesehen, so verklärt, in diesen braunen Augen konnte man rettungslos versinken, doch Jan hatte geglaubt Tom würde dabei an Alex denken.

Ich bin mir ziemlich sicher ich weiß wen er so angeschaut hat.“, meinte Alex und fing plötzlich an zu grinsen.

Wollte Jan wirklich wissen wem diese Blicke gegolten hatten, natürlich war er erleichtert das es Alex nicht war, doch im Prinzip war es ja auch egal ob Alex oder irgend ein anderer.

Du magst Tom, oder?“, wollte Alex leise wissen.

Ja ich mag ihn wirklich sehr gern.“, gab Jan genauso leise zurück.

Du musst mir versprechen wenn ich dir jetzt sage in wen Tom möglicherweise verliebt ist erst einmal nichts zu machen. Ich bin mir nicht sicher und ich würde gern erst noch einmal mit Tom reden.“

Ok ich verspreche es dir.“

Was sollte das denn,glaubte er Jan würde los rennen und diesen Typen verprügeln in den sich Tom verliebt hatte?

Also ich glaube das Tom sich in dich verliebt hat.“, meinte Alex nun breit grinsend und stupste Jan leicht dabei an.

Wie in mich?“, echote Jan irritiert.

Naja die Vermutung hatte ich schon länger, wie gesagt ich kenne den Kleinen ja schon eine ganze Zeit lang und ich weiß definitiv das er dich sehr mag. Es gab da verschiedene Anzeichen, aber wie schon gesagt Tom hatte bisher nie wirklich viel Glück mit Männern und ich wollte ihn nicht in die Verlegenheit bringen von dir abgewiesen zu werden. Klar ich wusste du magst ihn als Freund, sonst hätte ich dich nie um die Aktion im Fitnessstudio gebeten, aber das du in ihn... . Du hast dich in ihn verliebt, oder? Du willst nicht nur eine schnelle Nummer und dann servierst du ihn wieder ab?“, fragte Alex nach.

Spinnst du? So etwas würde ich nie tun, seit einem halben Jahr kann ich nur noch an ihn denken, es hat mich ziemlich heftig erwischt. Sonst hab ich ja nie Probleme damit es jemandem zu sagen wenn ich mich verliebt habe, nur bei Tom, ich weiß auch nicht, ich bekomme einfach nicht die richtigen Worte raus.“, gab Jan zu.

Ok das ist mal was ganz Neues, ich meine ich kann es Tom nicht verübeln wenn er sich in dich verguckt hat, du bist echt ein sehr Netter und schlecht aussehen tust du ja auch nicht. Nur würde er das nie freiwillig zugeben, noch nicht einmal vor mir. Ihm ist es peinlich sich in jemanden zu verlieben bei dem er glaubt keine Chancen zu haben.“

Aber ich...“, setzte Jan an.

Ja du liebst ihn auch, ich weiß, nur Tom ist da eben kompliziert. Pass auf Morgen hat er seine Zwischenprüfung und ich hab ihn schon dazu genötigt danach mit mir zu reden, weil es nicht normal ist wie er sich gerade einigelt. Ich werde ihm mal auf den Zahn fühlen, aber ich bin mir sehr sicher das er deine Gefühle erwidert. Nur bis dahin bitte ich dich lass ihn in Ruhe, ok?“

Alex stand auf und nahm seine Tasche.

Na gut wenn du meinst.“, murrte Jan.

Wenn das alles wirklich so war wie Alex sagte konnte er auch noch einen Tag warten.

Wenn alles gut geht wirst du den Kleinen morgen Abend in deinen Armen halten, das verspreche ich dir. Ich hab da schon so eine Idee wie ich euch da etwas helfen kann.“, Alex zwinkerte ihm verschwörerisch zu.

Und du meinst wirklich er ist auch in mich verliebt?“, wollte Jan noch einmal wissen während er aufstand und auch seine Tasche nahm.

Ja glaub mir, zu neunundneunzig Prozent bin ich mir sicher das du der Grund für seine schlaflosen Nächte bist. So und jetzt lass uns ein Bier trinken gehen, seit zwei Wochen leide ich unter chronischen Freunde Entzug, ich will mit jemandem den Abend verbringen der nicht sabbernd an meinen Lippen hängt weil er hofft ich würde ihn durchvögeln.“

Das werde ich ganz sicher nicht tun, so weit käme es noch ich habe schließlich Geschmack.“, lachte Jan und schlug Alex freundschaftlich auf die Schulter.


Gut gelaunt kam Jan an diesem Abend nach Hause. Zwar hatten sie nicht mehr über Tom geredet, aber allein die Tatsache das Alex davon ausging das sich alles zum Guten wendete gab Jan Hoffnung. Vielleicht hätte er von Anfang an etwas offensiver sein müssen, seiner Angst trotzend, Tom sagen das er in ihn verliebt war. Das ganze Grübeln brachte nichts, er hatte es nicht getan und konnte die Vergangenheit auch nicht ändern. So wie sich Alex angehört hatte war er sich ja ziemlich sicher gewesen das Tom das gleiche für Jan empfand, so gesehen war es nicht schlimm das er es nicht gewagt hatte, traurig, aber nicht schlimm.

Wenn er sich getraut hätte, würde Tom jetzt vielleicht in seinem Bett liegen, er könnte sich an den warmen, anschmiegsamen Körper kuscheln und ruhig einschlafen. Dieses eine Mal musste er noch mit dem Kissen Vorlieb nehmen das noch immer ganz zart nach Tom roch, Jan vergrub seine Nase tief in dem weichen Stoff und schlief glücklich ein.


Donnerstag, die Sonne lachte vom Himmel als würde sie einen Contest für das strahlenste Lächeln bestreiten. Gut gelaunt ging Jan aus dem Haus, zwar hatte er die Nacht nicht sonderlich gut geschlafen vor lauter Aufregung, doch das tat dem Hochgefühl das sich in ihm breit machte keinen Abbruch. Heute würde Alex mit seinem Mitbewohner reden und so hatte es ihm Alex versprochen noch am Abend würde dieser kleine, knuddelige Streber in seinen Armen liegen, dann könnte er ihm endlich wieder zeigen wie sehr er Tom begehrte. Schon der Gedanke daran verursachte ein kribbelndes Ziehen in seiner Leistengegend, seit dem Nachmittag mit Tom hatte er sich nicht mehr angefasst, zu sehr hatten die Bilder geschmerzt die er damit heraufbeschwor und an jemanden anderen zu denken funktionierte einfach nicht.

Während seiner Vorlesung konnte sich Jan nicht wirklich konzentrieren, immer wieder schweiften seine Gedanken ab, verlor sich in Tagträumen und natürlich war die Hauptrolle an Tom vergeben.

Seine lieblings Phantasie war mit Tom einen Nachmittag am See zu verbringen, sie lachten viel , tobten durch das Wasser bis der Kleine erschöpft war, danach legten sie sich zum trocknen in die Sonne. Während Tom schlief würde Jan ihn beobachten, mit seinen Augen jede Kontur nach fahren. Später würde Tom an seinem Küchentisch sitzen und ihm beim kochen zusehen, sie redeten dabei angeregt und ab und zu würde Jan zu dem Kleineren gehen und sich ein Küsschen klauen. Nach dem Essen holte sich Jan seinen ganz eigenen Nachtisch bei Tom ab. Doch bei dieser Vorstellung stoppte Jan immer, es war ihm durchaus bewusst das er nicht alleine war und nicht nur das sein Professor und seine Kommilitonen mehr als überrascht schauen würden wenn er undefinierbare Laute von sich gäbe. Nein er wollte Tom live und in Farbe und nicht nur die blasse Kopie seiner Phantasie. Eine nie gekannte Unruhe nahm Besitz von seinem Körper, unruhig wippte er auf seinem Stuhl hin und her, sehnte das Ende herbei. Danach war er mit Alex in der Mensa verabredet, vielleicht hatte er schon mit Tom geredet.


Schnell bahnte sich Jan einen Weg durch die Menschenmenge, Alex saß an einem Tisch etwas abseits.

Hallo.“, begrüßte er den Schwarzhaarigen.

Hey Jan.“, grinste ihn Alex an.

Kurze Nacht gewesen hmm?“,wollte sein Gegenüber mit vollem Mund wissen.

Schon irgendwie, vor Aufregung glaub ich.“, gab Jan grinsend zu.

Oh Gott wo bin ich hier nur gelandet.“, Alex schüttelte ungläubig seinen Kopf.

Zwei liebeskranke Typen die nix auf die Reihe bekommen, ich hätte mir ja nie träumen lassen mal Amor zu spielen.“

Naja wir haben beide wegen unserer Optik mit Vorurteilen zu kämpfen und da braucht man ab und zu einen Freund der da etwas nach hilft.“, gab Jan lächelnd zu.

Hmm hab schon verstanden, ist glaub ich auch besser so wenn du jetzt zu Tom gehen würdest und ihm deine Liebe beichtest würde er entweder gleich nach Sibiriern abhauen oder an einem Schock sterben. Aber wozu kenne ich ihn schon seit über zehn Jahren, ich weiß wie ich mit ihm umgehen muss.“

Anscheinend gefiel sich Alex immer mehr in seiner neuen Rolle als Verkuppler.

In circa einer Stunde dürfte Tom fertig sein und dann rede ich mal mit ihm, wir bekommen das schon hin.“, zwinkerte ihm Alex zu.

Hoffentlich, lange halte ich das Ganze nicht mehr aus.“, seufzte Jan schwer.

Glaub mir es wird mir eine Freude sein meinen besten Freund mit dem begehrtesten Single der Uni zu verkuppeln, besonders weil ich weiß das er bei dir in guten Händen ist.“

Danke.“, die Komplimente liesen Jan etwas erröten.

Ob er wirklich der begehrteste Single der Uni war bezweifelte er stark, doch das Alex glaubte das er gut für Tom wäre schmeichelte ihm sehr.

Kein Problem ich will einfach den Kleinen glücklich sehen und ich weiß du machst ihn glücklich. Wenn alles passt ruf ich dich an, wird aber später Nachmittag. Bin mal gespannt welche Ausflüchte mir Tom auftischt nur um nicht mit dir zusammen zu kommen. Das wird sicher lustig.“, Alex streckte seine Arme während er sich nach Hinten lehnte.

Aber wenn...“, setzte Jan an.

Nix aber, nix wenn, Jan ich weiß was ich mache. So und jetzt muss ich in die Bibliothek, dort hat ein neuer Student angefangen und der ist genau meine Kragenweite.“, grinsend stand Alex auf und klopfte Jan noch einmal freundschaftlich auf die Schulter.


Die Zeit zog sich wie Kaugummi, noch zwei Vorlesungen musste Jan über sich ergehen lassen, am liebsten hätte er sie sausen lassen. Doch was war die Alternative, zu Hause sitzen und wie auf glühenden Kohlen warten bis sich Alex meldete? So war es besser, so hatte er wenigstens etwas Ablenkung.

Um nicht in Versuchung zu kommen ständig auf sein Handy zu schauen hatte Jan es vorsichtshalber ausgeschaltet.

Nach den Vorlesungen fuhr er gleich ins Fitnessstudio sein Krafttraining zu absolvieren um Zeit zu schinden setzte er eine Einheit auf dem Laufband noch oben drauf. Erst als er aus der Dusche kam schaltete er sein Handy wieder ein, während er sich anzog vibrierte es kurz, er hatte eine SMS bekommen.




Läuft alles super, kannst dich

schon auf heute Abend freuen.



Die Nachricht war knapp zwei Stunden alt, mit zitternden Fingern durchsuchte er sein Telefonbuch bis er endlich Alex Nummer gefunden hatte und rief ihn an.


Na Casanova, wie geht es dir?“, kam ihm Alex gut gelaunte Stimme entgegen.

Ziemlich erledigt, hab mich gerade im Fitnessstudio abgerackert.“

Ich hoffe mal das du dich nicht zu sehr verausgabt hast.“, lachte Alex leise.

Nein passt schon. Was hat Tom gesagt?“, wollte Jan ungeduldig wissen.

Tzz keine Zeit für Smalltalk du musst gleich auf den Punkt kommen. Also der liebe Tom hat mir zwar nicht gebeichtet das er in dich verliebt ist, aber das Wort Traummann ist im Zusammenhang mit deinem Namen schon gefallen und er hat auch nicht abgestritten das er dich mehr mag als nur ein Freund. Das Problem ist aber das er glaubt du würdest ihn verarschen, du wolltest nur ein nettes kleines Abenteuer und danach würdest du ihn fallen lassen wie eine heiße Kartoffel.“, erläuterte Alex die neusten Ereignisse.

Aber das stimmt doch nicht.“, gab Jan geschockt von sich.

Das weißt du, das weiß ich nur der kleine Tom der weiß das nicht.“, kicherte der andere in den Hörer.

Das bekommen wir auch noch hin, keine Sorge. Nur dann musst du etwas offensiver sein, ich leiste ja gern die Vorarbeit, aber wenn du glaubst das Tom auf dich zu kommt wird sich an der ganzen Sache nichts ändern.“

Ich hab nur Angst das er glaubt ich wäre so ein dummer Sportler der sonst nichts auf die Reihe bekommt, ich mein Tom ist wirklich intelligent und vielleicht sucht er auch nach jemanden der da mithalten kann.“, brachte Jan seine Zweifel hervor die ihn schon die ganze Zeit quälten.

Ähm...nein, definitiv nein. Weder hält er dich für dumm, noch glaubt er das er nur glücklich mit jemandem werden kann der den gleichen IQ wie er hat. Für Tom ist das mehr ein Fluch der ihn schon sein ganzes Leben begleitet, glaub mir ich weiß wovon ich rede. Dem Kleinen ist es egal, er will einfach so geliebt werden wie er ist und nicht nur auf eine Sache reduziert werden, einfach so wie wir alle. Eigentlich seit ihr zwei euch ähnlicher als du vielleicht glaubst, du hast Angst du wärst nicht gut genug für ihn weil du nicht so viel Speicherkapazität im Hirn hast und Tom glaubt er wäre nicht gut genug weil sein Körper Lichtjahre von dem eines Sportlers entfernt ist.“ erklärte Alex.

Aber er sieht doch unendlich niedlich aus, sein Lächeln ist atemberaubend und die großen Augen... ich verstehe nicht wieso man ihn nicht süß finden sollte.“, meinte Jan zärtlich.

Vor seinem inneren Auge sah er Tom wie er gerade von Lust getrieben ihn völlig weggetreten angeschaut hatte.

Ich weiß was du meinst, doch das Problem ist es gab schon mehr als genug Männer die ihn nur auf seinen Körper reduziert haben und er mittlerweile glaubt er sei der hässlichste Mensch auf Erden.“

Wo seit ihr denn gerade?“, wollte Jan wissen, er musste Tom sehen, musste ihm sagen das er der anbetungswürdigste Mann war den er bis jetzt getroffen hatte.

Im Stadtwald am See.“, meinte Alex.

Ich komm zu euch, ich werd Tom zeigen wie viel er mir bedeutet.“

Jan stopfte seine Tasche in den Spind, die Dreckwäsche konnte er auch Morgen noch holen.

Nein besser nicht.“, knurrte Alex fast.

Du hast doch mit ihm geredet und du glaubst das er auch in mich verliebt ist.“, fasste Jan das Ergebnis ihres Gesprächs zusammen.

Ja hab ich, aber....“

Du hast schon recht wir sind beide etwas bescheuert, aber wenn ich etwas haben will dann bekomme ich es auch und im Moment will ich Tom. Seit einem halben Jahr will ich ihn und wenn es nur daran liegt das er glaubt ich würde ihn nicht wollen weil er ein paar Kilos zu viel hat ist das Schwachsinn und das muss ich ihm sagen. Du hast gesagt das ich ihn heute Abend in den Armen halten kann und du hast gesagt ich müsste etwas mehr Initiative zeigen. Das mache ich jetzt, gewartet habe ich lange genug.“

Jan durchquerte das Fitnessstudio, mit schnellen Schritten ging er nach draußen zu seinem Fahrrad.

Ich weiß, aber glaub mir es ist besser so.“, meinte Alex leise.

Nee Alex ich will Tom, ich will das er jetzt weiß was ich für ihn empfinde.“

Wenn du es nicht lassen kannst, bitte! Aber heul mir danach nicht die Ohren voll. Tschüss.“

Damit hatte Alex die Verbindung unterbrochen.

Ok mit dem Fahrrad brauchte er bis zum Stadtweier nur zehn Minuten wenn er sich beeilte. Jan fügte sich in den Verkehr ein und machte sich auf den Weg zu seinem kleinen Süßen.


Wie nicht anders zu erwarten war an dem See die Hölle los, der kleine Badeabschnitt war gut besucht. Kurz lies Jan seinen Blick über die Leute gleiten, Tom würde sicher nicht in der prallen Sonne liegen und die einzigen schattigen Plätze gab es bei einer Baumreihe etwas Abseits. Als diese Liegeplätze in Sichtweite kamen konnte Jan relativ schnell Tom ausmachen, er lag alleine auf einem Handtuch und schien zu schlafen. Langsam ging er auf ihn zu, die Augen waren geschlossen, sein Gesicht völlig entspannt.

Vorsichtig ging Jan neben ihm in die Hocke und berührte sacht seine nackte Schulter, allein diese kleine Berührung löste in Jan ein wohltuendes Kribbeln aus.

Das ging aber schnell.“, nuschelte Tom verschlafen.

Ich bins Tom.“, der Kleinere hatte ihn an der Stimme erkannt. Zumindest nahm Jan das an, denn Tom presste die Augen einen Moment fest zusammen und drehte danach seinen Kopf demonstrativ von ihm weg. Das würde nicht einfach werden.

Alex ist gleich da.“

Zu ihm wollte ich eigentlich nicht.“, Jan erlag fast der Versuchung die zarte Haut in Tom's Nacken zu küssen, eine der Stellen wo der Braunhaarige besonders empfindlich war. Im letzten Moment konnte Jan sich zurückhalten und richtete sich wieder etwas auf. Die blasse Haut auf dem Rücken schimmerte verdächtig rot, wenn er weiter so daliegen würde hätte er Morgen einen schmerzhaften Sonnenbrand.

Ich glaube dein Rücken müsste mal eingecremt werden, der wird schon rot.“

Aus dem einen Rucksack lugte die Kappe einer Sonnenlotion raus, wieso hatte Alex den Kleinen nicht eingecremt, er müsste doch wissen wie empfindlich die helle Haut war. Großzügig lies Jan die weiße Flüssigkeit auf seine Handfläche tropfen, wärmte sie dort etwas vor bevor er sie vorsichtig auf Tom's Rücken verteilte. Der Kontrast war faszinierend, sicher Jan war ein ganz normaler Nordeuropäer, doch auf dieser blassen Haut wirkten seine Hände ungewöhnlich dunkel. Dunkel und verdammt groß, seit langem wurde ihm wieder einmal bewusst wie groß seine Hände wirklich waren, regelrechte Pranken. Vielleicht hatte Tom einfach Angst vor seiner Größe, gut er gehörte nicht unbedingt zu den Kleinsten doch Jan überragte ihn mindestens mit einer Kopflänge, eher mehr. Das konnte schon einschüchtern.Gedankenverloren wanderten seine Hände weiter zu Tom's Beinen um sie auch einzucremen.

Wir haben uns lange nicht mehr gesehen.“, fast zärtlich fuhr er über die Häärchen an seinem Oberschenkel.

Mit einem Lächeln registrierte Jan die kaum sichtbare Gänsehaut die er auslöste, schob die Badeshorts wenige Millimeter nach Oben, konnte nicht genug davon bekommen die weiche Haut zu spüren.

Ich hatte viel zu tun.“, kam es leise von Tom.

Dein Zwischenexam, ich weiß.“, Jan ging dazu über nun auch die Oberarme mit Lotion zu bedecken.

Ich hab nur gedacht nach unserem Nachmittag meldest du dich mal. Im Fitnessstudio warst du auch nicht mehr.“, gab Jan genauso leise zurück. Die Erinnerung an die Tage schmerzte, all die Stunden die er damit verbracht hatte an Tom zu denken, versuchte nicht an ihn zu denken, sich die wildesten Verschwörungstheorien in seinem Kopf breit machten.

Dafür hatte ich keine Zeit.“, kam es brüchig von dem Kleineren.

Noch nicht mal für ein Hallo in der Uni?“

Diese Frage bleib unbeantwortet, Jan spürte wie Tom sich unter seinen Berührungen verkrampfte.

Hatte Alex recht gehabt?

War er noch nicht soweit?

Glaubte er wirklich er wolle nur mit ihm spielen?

Vielleicht sollte er nicht von einem Extrem ins andere fallen, die ganze Zeit über hatte er sich eher zurückhaltend gegenüber Tom verhalten. Nun gut der Nachmittag vor zwei Wochen war definitiv eine Ausnahme. Vielleicht sollte er sich langsam heran tasten, ihm seine Liebe nicht wie einen Leberhaken entgegen schleudern.

Ich hab dich vermisst Tom.“, flüsterte Jan ihm zu.

Dabei beugte er sich ganz dicht an den anderen so das er spürte wie sein Atem von der erhitzten Haut reflektiert wurde.

Sehr sogar, ich hab deine schönen braunen Augen vermisst, dein Lächeln, deine Stimme, deine Berührungen, dein Geruch, wie du dich angefühlt hast. Immer wieder muss ich daran denken wie wir Sex hatten, du nicht?“

Für einen Moment glaubte Jan der Versuchung nicht widerstehen zu können Tom einfach zu küssen, seine Lippen auf die blasse Haut zu drücken.

Ich....hatte einfach ….viel...zu tun...hab nicht...gedacht.“, kam es abgehackt aus den Tiefen des Badetuchs.

Ein breites Grinsen stahl sich auf Jan's Gesicht.

Zwar versuchte Tom sich so gut es ging vor ihm zu verstecken, doch sein Körper verriet Jan das der Kleine es genoss so berührt zu werden.

Und jetzt?“

Langsam strich Jan mit seinen Fingern über den Nacken der vor ihm lag, zeichnete zart die Wirbelsäule nach.

Jetzt hast du doch Zeit, oder?“

Am Bund hielt er inne, wollte Tom die Möglichkeit geben sich irgendwie zu äußern. Doch als von dem Braunhaarigen nichts kam nahm er das als stille Zustimmung.

Denkst du jetzt daran?“

Mit leichtem Druck massierte er die zwei Backen, die unter diesem störendem Stoff lagen. Viel zu oft hatte er in den letzten Tagen daran gedacht Tom wieder und wieder zu berühren und jetzt fühlte es sich so viel besser an. Warum mussten sie an diesem verfluchten See sein? Wäre sein Bett nicht der passendere Ort, dann könnte er Tom viel besser zeigen wie sehr er ihn vermisst hatte.



Hey Jan was machst du denn hier?“

Das war eindeutig Alex und sicher hatte er gesehen was Jan da eben mit Tom gemacht hatte.

Hab Tom hier liegen gesehen und wollte nur mal Hallo sagen.“, meinte Jan ruhig, innerlich schrie er aber laut auf.

Langsam setzte er sich auf und Tom nutzte die Gelegenheit um einen gewissen Abstand zwischen ihnen zu schaffen. Während er Tom eine Bierflasche gab musterte Alex ihn eindringlich. Was sollte das, er hatte doch gesagt das Tom auch mehr wollte als nur Freundschaft, er hatte doch gesagt das nun Jan offensiver sein müsste.

Immer näher rückte Tom zu seinem besten Freund, so als wäre Jan direkt von der Hölle gesandt worden um ihn aufzufressen.

Haben uns schon lange nicht mehr gesehen.“, meinte Jan resigniert, so würde das nie etwas werden.

Naja der Kleine hatte eben viel zu tun.“, meinte Alex lächelnd und legte dabei einen Arm um Tom's Schultern.

Die Spitzen der Eifersucht stachen ungebremst in Jan's Herz, auch wenn Alex nur ein Freund war, auch wenn Alex ihm helfen wollte, er sollte die Finger von Tom lassen!

Doch unter dieser freundschaftlichen Geste hob Tom zum ersten Mal den Kopf und sah Jan an. Große, braune Hasenaugen, Jan's Herz setzte aus, er wünschte sich das Tom sich selbst nur einmal durch seine Augen sehen konnte, dann wäre sicher Einiges viel einfacher.

Ja das Studium kann ganz schön stressig sein.“, nickte Jan ihnen zu.

Darum sind wir zur Feier des Tages hier her gekommen, hab nur schnell noch unser Absackerbier geholt, wir haben noch was vor.“, erklärte Alex, mit einem leisen Pling stießen ihre Flaschen aneinander.

Während Tom ansetzte und trank zwinkerte Alex ihm verschwörerisch zu und nickte leicht.

Was habt ihr denn noch vor?“, wollte Jan wissen.

Am liebsten hätte er Tom in seine Arme gezogen, ihn festgehalten, vor all dem Schlechten der Welt beschützend. Es tat ihm weh das Tom augenscheinlich vor ihm in die Arme von Alex geflüchtet war, vor ihm der ihn doch so sehr wollte.

Das wird eine Überraschung für meinen Kleinen.“, meinte Alex geheimnisvoll und Tom sah ihn irritiert an.

Jep zur Feier des Tages gehen wir heut Abend noch weg und wir müssen uns auch etwas beeilen.“, meinte er scheinbar überrascht mit einem Blick auf seine Armbanduhr.

Was machen wir denn?“, fragte Tom neugierig nach, das Glitzern in seinen Augen war nicht zu übersehen, anscheinend mochte er Überraschungen.

Kleiner wenn ich es dir jetzt verrate wird es doch keine Überraschung oder?“, sagte Alex mit einem Lächeln und strubbelte kurz durch dessen Haare.

Ja.“, gab Tom einsilbig zurück und trank von seinem Bier.

Sah Alex nicht das der Braunhaarige es nicht mochte wenn er ihm so durch die Haare fuhr, Jan schüttelte innerlich seinen Kopf.

Schade ich hab gedacht wir könnten etwas gemeinsam unternehmen.“, brachte Jan stockend hervor.

Hatte Alex nicht gesagt heute Abend würde Tom in seinen Armen liegen? Wenn sie alleine weg gingen würde daraus wohl nichts werden.

Tut mir leid Kumpel heute Abend gehört der Kleine nur mir.“, Alex grinste breit und wieder zwinkerte er ihm zu.

Sollten das geheime Zeichen sein oder hatte der Schwarzhaarige etwas im Auge, Jan verstand gar nichts mehr.

Na dann will ich euch nicht weiter stören.“

Langsam stand Jan auf und schaute Tom noch einmal tief in die Augen. Es würde alles gut werden davon war er überzeugt, Alex hatte es gesagt. Oder etwa doch nicht, war das alles nur ein schlechter Scherz und Alex hatte seine Gefühle für Tom neu entdeckt?

Tschö Jan.“, Tom lächelte ihn zaghaft an, was ihm fast den Atem raubte.

Dieses Lächeln das er so sehr liebte, von dem er nie genug haben konnte.

Wir sehn uns.“, meinte Alex, nickte ihm grinsend zu.


Für die Rückfahrt zu seiner Wohnung lies sich Jan Zeit, wieso beeilen wenn einem doch nur leere Räume und ein schlechtes TV Programm erwarteten?

Missmutig schaute er in seinen Kühlschrank, als er zu Hause angekommen war, zwar war dieser gut gefüllt doch auf nichts hatte er wirklich Lust.

Vielleicht sollte er weg gehen, nein in keinen Club, aber ins Roots, trinken bis er wieder vergessen würde. Doch Morgen war erst Freitag und er hatte keine Lust mit einem Kater in der Vorlesung zu sitzen. Sich zum lernen zu motivieren brachte Jan auch nicht fertig, also lies er sich frustriert auf seine Couch fallen und zappte durch die Fernsehkanäle.

Erst das Klingeln seines Handys brachte ihn aus seiner Lethargie, ein kurzer Blick auf das Display verriet ihm das es Alex war.


Hmm.“, brummte er zur Begrüßung

In vierzig Minuten am Freilichttheater, schaffst du das?“, wollte Alex wissen.

Ja, denke schon.“, kam es mürrisch von Jan.

Super, dann los mach dich fertig und komm da hin.“, Alex Stimme schien sich regelrecht zu überschlagen.

Und wieso?“, wollte Jan wissen, gerade war es so gemütlich geworden auf der Couch. Lieber hier bleiben, er würde bei den beiden eh nur das fünfte Rad am Wagen spielen.

Weil du mit Tom auf ein Konzert seines Lieblingskünstlers gehst.“, erklärte Alex immer noch aufgeregt.

Und du?“, hakte Jan nach.

Ich bring den Kleinen dort hin, trete ihm kräftig in seinen Arsch, übergebe dir die Karten und den lieben Tom und danach suche ich mir ein nettes Stück Frischfleisch. Was im Klartext bedeutet das du dich anstrengen sollst, weil ich davon ausgehe das ich heute sturmfreie Bude habe.“

Ich bin da.“

Jegliche Trägheit war mit einem mal auf Jan gewichen, er schaltete den Fernseher aus und rannte schon fast ins Schlafzimmer.

Ok alles klar, wir sehen uns dort.“, kam es lachend aus dem Hörer.

Das Handy landete auf seinem Bett, ohne genau zu überlegen zog Jan Klamotten aus seinem Schrank. Diesmal nicht ganz in schwarz, seine bequemen blue Jeans und das grüne Shirt das seine Augen noch mehr leuchten liesen.

Obwohl er erst vor zwei Stunden geduscht hatte, sprang er noch einmal kurz unter das kühle Nass. In Rekordzeit war er fertig, steckte etwas Geld und sein Handy ein bevor er zur nächsten Haltestelle rannte um gerade so die richtige Straßenbahn zu erwischen.


Vor dem Eingang hatten sich mehrere Grüppchen gebildet und da standen auch Tom und Alex. Sofort begann sein Herz schneller zu schlagen, Tom stand mit dem Rücken zu ihm, Alex sah ihn und nickte kaum sichtbar.

Langsam ging er auf die beiden zu, Alex redete eindringlich auf Tom ein.


...Gib ihm und vor allem dir eine Chance und hör ihm zu, versprichst du mir das? Tom hör auf dir Gedanken zu machen, vertrau mir einfach, ok? Ich hab gesagt ich werde nichts tun das dir weh tut.“

Hallo.“, begrüßte Jan die beiden, wobei er fasziniert das Minenspiel von Tom beobachtete. Aus Verwunderung wurde Unverständnis und dann stahl sich ein schüchternes Lächeln in sein Gesicht.

Pass gut auf meinen Kleinen auf.“, Alex klopfte Jan freundschaftlich auf die Schulter.

Werde ich.“ nickte Jan, seine ganze Aufmerksamkeit galt Tom.

Tom der ihn mit immer größer werdenden Augen ansah als würde er erst nach und nach begreifen was gerade passierte.

Können wir?“, fragte er Tom leise.

Ja.“, hauchte dieser fast atemlos, dabei wurden seine Wangen von einem leichten Rotschimmer überzogen.

Hier sind die Karten. Macht euch einen schönen Abend.“, hörte Jan von weitem Alex Stimme und spürte wie dieser ihm etwas in die Hand drückte.

Sollen wir?“, fragte Jan.

Augenblicklich war von seiner forschen Selbstsicherheit nur noch ein elendes Häufchen übrig. Wie schaffte Tom es das er sich in seiner Gegenwart so hilflos fühlte?

Wenn du willst?“, entgegnete Tom leise und sah ihn unsicher an.

Ich kenne den Typen nicht, aber Alex meinte du magst seine Musik.“

Verdammt reiß dich zusammen Jan, so schwer ist das doch nicht, redete er still auf sich selbst ein. Eigentlich war alles doch ganz einfach, Tom mochte ihn und er mochte Tom, alles andere war im Moment egal. Zögerlich griff Jan nach Tom's Hand, die sich warm und weich in seine schmiegte. Unter heftigen Herzrasen, extremen Bauchgribbeln und dem Gefühl vor Glück fast über zu schäumen ging Jan mit Tom zum Eingang.



Auf der Bühne stand ein Franzose der mal Geige, mal Klavier, mal Gitarre spielte und mit seinen Melodien das ganze Publikum verzauberte. Nach anfänglicher Unsicherheit beschloss Jan sich einfach hinter Tom zu stellen und diesen einfach in seine Arme zu ziehen. Damit Tom sich nicht zu sehr bedrängt fühlte lagen seine Arme Anfangs nur ganz locker um den Körper den er so begehrte. Nach und nach drängte sich Tom immer mehr gegen ihn, lies es zu das Jan ihn sanft im Takt der Musik wiegte

Ich will dich nie wieder los lassen. Mein kleiner Süßer, nie wieder.“, hauchte Jan dem Kleineren sanft ins Ohr.

Ich bin aber nicht süß, ich bin ein Wahl.“, kam die genuschelte Antwort zurück.

Für mich nicht, für mich bist du absolut perfekt.“, konterte Jan mit einem Grinsen.

Am Nachmittag war nicht der richtige Zeitpunkt gewesen, das sah Jan jetzt ein. Morgen musste er Alex anrufen und ihm danken, nicht nur das er Tom soweit gebracht hatte endlich mit ihm zu reden, nein auch das Timing war perfekt. Auch wenn Jan alles andere als romantisch war, er sah ein das dieser Moment es ganz eindeutig war. Ein Liebesgeständnis umhüllt von sanften Klavierklängen war einfach schöner als eins das von Kindergebrüll begleitet wurde- zumindest für Tom und ihn.

Weißt du worin ich mich als erstes verliebt habe?“ fragte er leise, Tom schüttelte leicht den Kopf.

Zuallererst in dein Lächeln, als Alex uns vorgestellt hat hast du mich so niedlich angelächelt, ich hab gleich gewusst das du der Richtige bist.“ Sanft drückte Jan seine Lippen in Toms Nacken, sog den berauschenden Duft ein den der Kleinere verströmte.

Und dann deine Augen, die strahlen immer so, du bist ein kleiner Sonnenschein.“

Jede Faser seines Körpers stand unter Spannung, noch nie hatte er einen Menschen so sehr gewollt wie Tom. Es war nicht nur das körperliche Verlangen, viel schwerer wiegte die Sehnsucht sein Leben, seine Gedanken, seine Ängste und Wünsche mit Tom zu teilen. Ein Freund, er wollte Tom ein Freund sein, ein Liebhaber, ein Zuhörer, ein Tröster, ein Motivator, ein Versteher, ein Aufbauer, ein Beschützer, das alles und noch viel mehr.

Dabei hab ich am Anfang geglaubt das du in Alex verliebt bist, ich hab die ganze Zeit gehofft das er merkt was für einen tollen Mitbewohner er hat. Als er mir dann von Michael erzählte und mich um Hilfe bat wusste ich das ist meine Chance.“

Der Gedanke an die Zeit als er glaubte Tom nie für sich gewinnen zu können schmerzte kurz. Noch fester umschloss er den Körper vor sich, nur um sicher zu gehen das dass alles real war.

Normalerweise lasse ich mir mehr Zeit, will erst einmal den Anderen kennen lernen, aber bei dir.“, Jan stockte der Atem, eine Welle aus Gefühlen überrollte seinen Körper.

Wie sollte er Tom klar machen das er alles was er sagte ernst meinte? Auch wenn es von Vorteil war dem Kleineren bei diesem Geständnis nicht in die Augen sehen zu müssen, der Nachteil lag genau in der gleichen Tatsache. Wenn Tom in ansehen könnte würde er sicher sehen das jedes Wort das er sagte die Wahrheit war, keine Spielchen, keine Lügen.

Sanft bedeckte er die freie Haut vor ihm mit zärtlichen kleinen Küssen, die seine Worte bestätigen sollten.

Aber bei dir ist es anders, ich weiß das du der Richtige bist und ich hatte Angst wenn ich diese Chance verstreichen lasse finde ich nicht mehr den Mut dir zu zeigen was ich empfinde, denn ich wollte eigentlich nicht zwischen dir und Alex stehen. Später hat mir Alex erzählt das du nicht in ihn verliebt bist, sondern das er glaubt das du mehr für mich empfindest.“ Nein, er musste Tom sehen, nicht nur spüren. Langsam drehte er Tom zu sich, strich ihm über die geröteten Wangen. Fuhr fasziniert die weichen Konturen nach, bis seine Finger unter Tom's Kinn lagen und den Kleineren mit sanftem Druck zwangen nach Oben zu schauen.

Tom ich hatte mit dir den besten Sex, ich will nur noch dich spüren, dich riechen, dich schmecken, du gehst mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf, ich hab mich verliebt, ganz schön heftig, ist das ok?“

Jan sah wie es in Tom's Kopf arbeitet, die braunen Augen sahen ihn nicht mehr ängstlich an, nein ein Glitzern lag in ihnen, so etwas wie Zustimmung. Dann streckte sich der Braunhaarige, strich mit seien Fingern durch Jan's Haare bis sie in seinem Nacken zum liegen kamen. Den leichten Druck nahm Jan kaum wahr, noch immer sah er in die braunen Augen die ihn herausfordernd ansahen. Vorsichtig beugte er sich das letzte Stück nach Unten und sie versanken in einen innigen Kuss.


Wann er sich das letzte Mal so gefühlt hatte wusste Jan nicht, hatte er je schon einmal solche Gefühle gehabt?

Es war eine Mischung aus unbesiegbar zu sein und der ganzen Welt sagen zu wollen wie glücklich man war. Die Finger von Tom hatten sich in seine geflochten, trotzdem musste Jan immer wieder überprüfen ob dies alles echt war. Dafür zog er Tom eng an sich, versank mit dem Kleineren in atemraubende Küsse, die den Boden unter seinen Füßen in Wackelpudding verwandelten. Wenn sie sich atemlos voneinander lösten, flüsterte er Tom zu was er alles an ihm so liebte.

Seine zarte Haut.

Sein heißeres Stöhnen wenn sie sich liebten.

Seine braunen Hasenaugen.

Seinen kleinen engen Muskel wenn er mit seiner Zunge über ihn fuhr.

Sein Lachen das überhaupt das schönste war.

Jeder einzelne dieser Sätze liesen Tom rot werden und dafür liebte Jan ihn noch mehr.


Als sich endlich die Wohnungstür hinter ihnen schloss gab es für Jan kein Halten mehr. Zu lange hatte er sich nach dem anderen Körper gesehnt, eilig zog er Tom das Shirt über den Kopf um endlich die freigelegte Haut küssen zu können.

Auch Tom nesselte so lange an seinem Oberteil herum bis Jan es endlich auszog. Küssend öffneten sie sich gegenseitig die Hosen, da war nichts mehr von dem schüchternen Tom von vor zwei Wochen. Diese neu gewonnene Selbstsicherheit stachelte Jan nur noch mehr an.

Sie fanden den Weg ins Schlafzimmer, Jan drängte Tom sanft auf das Bett wo er ihm die Jeans auszog.

Dies war kein Traum, dies war die Realität und er würde am nächsten Morgen nicht alleine wach werden. Dieser vor Lust bebende Körper würde in wenigen Augenblicken mit seinem verschmelzen, Jan spürte wie sein Herz mal wieder kurz aussetzte. Der Gedanke das dies nur der Anfang war überwältigt ihn fast. Es war nicht wichtig wie man aussah, es war nicht wichtig wie intelligent man war, es war nicht wichtig ob arm oder reich, das einzige was zählte war die Lieb die aus tiefstem Herzen kam.

Vielleicht war Tom für viele keinen zweiten Blick wert, um so glücklicher war Jan das er diese Schönheit die ihm da gerade entgegen strahlte sehen konnte.

Weißt du eigentlich wie hübsch du bist.“, für einen Moment glaubte Jan seine Stimme würde versagen. Langsam beugte er sich über Tom, um dessen Duft tief in sich einzusaugen.

Ich bin nicht...“

Psst, für mich bist du hübsch, mehr zum verwöhnen.“ unterbrach Jan ihn.

Fast schon andächtig fuhren seine Finger über den Bauch, der sich sanft wölbte.

Viel mehr.“

Um seine Worte zu bestätigen küsste sich Jan einen Weg von den Brustwarzen über den Bauch, bis er am Bund der schwarzen Pants angelangt war. Dieses störende Stück Stoff landete schnell auf dem Boden.

Diese Männlichkeit die sich ihm entgegenstreckte, verlangte gerade zu danach verwöhnt zu werden und Jan kam diesem Wunsch sehr gerne nach. Langsam arbeitete er sich tiefer, noch all zu gut wusste Jan wie Tom auf das rimmen das letzte Mal reagiert hatte.

Jaaaaannnnn....bitte.“

Zu seiner Zunge hatte Jan seine Finger zur Hilfe genommen, die tief in Tom steckten und dessen Prostata sanft massierten.

Was mein Süßer?“, Jan versuchte seine Stimme so ruhig wie möglich zu halten.

Auch wenn es ihm unendliche Freude machte Tom so zu verwöhnen, es verlangte ihm einiges ab, denn nicht nur der Kleinere wurde dadurch erregt. Sein harter Schwanz drückte unangenehm gegen den festen Jeansstoff, warum bloß hatte er noch seine Hose an?

Komm her und fick mich!“, stöhnte Tom laut auf.

Die Finger hatten den Druck leicht erhöht, Jan spürte wie sich der Körper unter ihm immer mehr wand.

So stürmisch?“, lachte Jan und küsste sanft die Innenseiten der Schenkel.

Du machst mich wahnsinnig, ich will dich endlich in mir spüren.“, kam es ungeduldig von dem Braunhaarigen.

Ich will doch nur das es für dich schön ist.“

Langsam robbte Jan etwas nach Oben. Das Letzte was er wollte war ein schneller unbedeutender Fick, es sollte etwas besonderes sein. So besonders wie der ganze Abend. Vorsichtig beugte er sich zu Tom und küsste ihn sanft.

Es ist mehr als nur schön.“ seufzte Tom als sie sich nach einer gefühlten Ewigkeit voneinander lösten.

Schnell befreite sich Jan von den restlichen Kleidungsstücken, suchte ein Kondom und streifte es sich über.

Um dem Kleinen nicht all zu große Schmerzen zu bereiten drang Jan langsam ein. Es war die reinste Folter für ihn, war Tom das letzte Mal genauso eng gewesen? Und dann kam ihm Tom entgegen, drängte sich regelrecht gegen ihn bis er ganz in ihn eingedrungen war.

Diese neu gewonnen Aktivität von Tom irritierte Jan ein wenig, doch im selben Moment gefiel ihm diese forsche Art sich das zu holen was er brauchte. So überließ Jan soweit es ging Tom die Führung, passte sich dessen Körperbewegungen an.

Viel zu schnell näherten sie sich dem Höhepunkt, vielleicht hatte Jan es mit dem Reizen am Anfang etwas übertrieben. Die Bewegungen unter ihm wurden fahriger, der Atem schneller, Tom hatte den Kopf in den Nacken gelegt und aus dem leicht geöffneten Mund kam immer öfter ein lang gezogenes Stöhnen. Fest umschloss Jan den harten Schwanz der vor ihm auf und ab wippte, fuhr im gleichen Rhythmus über ihn wie er zustieß.

Und dann schaute ihm Tom in die Augen, diese wunderschönen Augen hielten ihn gefangen und nicht nur die. Immer enger schloss sich der Muskel um Jan's Schwanz, immer enger und heißer. Als Jan glaubte die Kontrolle nicht mehr länger halten zu können, riss Tom ihn mit seinem Orgasmus mit. Der kleinere schrie regelrecht auf als sein Sperma auf seinen Bauch spritzte und fast im gleichen Moment kam auch Jan.


Nach Atem ringend löste sich Jan von Tom, lies sich neben ihm aufs Bett fallen. Seine Lungen brannten, sein Mund fühlte sich staubtrocken an, sein Herz schien sich gar nicht mehr beruhigen zu wollen. Doch das war alles egal, zärtlich zog Jan den schwer atmenten Tom in seine Arme.

Wie lange es dauerte bis sich ihre Körperfunktionen wieder einigermaßen erholten wusste Jan nicht, irgendwann lagen sie da und atmeten im gleichklang.

So fühlte es sich also an wenn man verliebt war, richtig verliebt. Lächelnd drückte Jan dem kleineren einen Kuss auf die verschwitzten Haare, der schien noch so weg getreten zu sein das er es nicht bemerkte.

Doch plötzlich löste sich Tom von ihm, stützte sich auf seinem Ellenbogen ab und schaute Jan ernst an.

Ich liebe dich.“, kam es leise über Tom's Lippen und braune Hasenaugen schauten ihn unsicher an.

Selbst wenn er sich vorher seiner Gefühle nicht sicher gewesen wäre, spätesten seit diesem Zeitpunkt wusste Jan das er nichts mehr auf der Welt wollte wie diesen Menschen.

Ich liebe dich auch Tom.“, während er das sagte kam Jan Tom immer näher und am Ende besiegelten sie ihre Liebe mit einem innigen Kuss.




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