...du bist krank im Kopf, manchmal....

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Als Tom wach wurde war es schon Dunkel, Jan`s Arm lag über seinem Bauch und dessen Kopf ruhte dicht an seinem. Noch immer war er völlig überwältigt von dem was geschehen war, er hatte Sex mit Jan. Dem Jan, dem jede Frau und jeder Schwule in der Uni hinterher schaute. Langsam wurde ihm klar was passiert war, sie hatten nicht nur einmal miteinander geschlafen, nein dreimal und am Ende hatte er..... Oh mein Gott, stöhnte Tom innerlich. Vorsichtig befreite er sich aus Jan`s Griff, versuchte so leise wie möglich aus dem Schlafzimmer zu kommen. Im Flur sammelte er seine Klamotten ein und zog sich an. Weg, er wollte einfach weg. Erst als er aus dem Haus und um die nächste Straßenecke gebogen war schaute er auf sein Handy. Es war 1 Uhr und Alex hatten ihn zwei mal versucht anzurufen.
Zu Fuß brauchte er bis zu ihrer Wohnung eine halbe Stunde und obwohl er sich körperlich völlig erledigt fühlte, tat ihm der Spaziergang richtig gut. Als er bei der Wohnung ankam war er zwar immer noch wütend auf Alex, aber der Wunsch ihm den Kopf abzureisen tendierte Richtung Null.
Als er die Wohnungstür aufschoss war alles dunkel und ruhig, entweder war Alex noch unterwegs oder er schlief schon. Um nachzusehen war Tom zu müde, er duschte noch einmal, wusch den Geruch von Sex, Schweiß und anderen Körperflüssigkeiten ab und ging ins Bett.

Ein lautes Klapper weckte Tom am nächsten Morgen, gefolgt von einem türknallen, ok Alex war gerade zur Uni gegangen. Ein Blick zur Seite verriet ihm das es schon 10:30 war, seine erste Vorlesung hatte er verpasst und zur nächsten würde er auch nicht pünktlich kommen. Seufzend drehte sich Tom auf die andere Seite, das war das erste Mal das er eine Vorlesung verpennte. Naja angesichts der Tatsache das er Gestern einen anstrengenden Tag gehabt hatte kein Wunder, sein Schließmuskel brannte etwas unangenehm und ihm taten Muskeln weh von dessen Existenz er bis jetzt nichts geahnt hatte. Immer noch müde quälte er sich aus dem Bett, schlurfte ins Bad, heute würde eine Katzenwäsche reichen. Zu seinem Erstaunen sah die Küche nicht wie ein Schlachtfeld aus, sie hatten sogar noch Kaffee da, solange das Wasser durch den Filter lief überlegte Tom sich was er nun machen sollte. Zum lernen hatte er eigentlich keine Lust, aber es war wohl ein notwendiges Übel, vor allem da er kurz vor seinem Zwischenexamen stand. Mit einer großen Tasse Kaffee bewaffnet setzte er sich an seinen Schreibtisch und fing an seine Notizen von Gestern durch zugehen.
Weit kam er nicht, denn immer wieder tauchten vor seinem inneren Auge Bilder von Jan auf. Die definierten Arm und Brustmuskeln, nicht zu übermäßig eben genau richtig, die breiten Schultern, die schmale Talie, der flache Bauch, das dazugehörige Sixpack, die starken Oberschenkel, seine durch das Training im Freien gebräunte Haut, seine großen etwas schwieligen Hände, die markanten Gesichtszüge, das ausgeprägte Kinn, die kleinen Grübchen die die sanft geschwungenen Lippen einklammerten, die gerade vielleicht etwas große Nase, die grünen Augen die an ein Raubtier erinnerten, seine schwarzen Haare die sich so seidig anfühlten, in seinen Augen war Jan ein absoluter Traummann. Tom seufzte schwer, so würde das nichts mit dem Lernen, es war ein einmaliges Erlebnis gewesen, mehr als genug Stoff für seine Phantasie und die konnte er heute Abend wieder schweifen lassen. Das flaue Gefühl im Magen würde schon vergehen, das wusste er. Natürlich war ihm klar woher es kam, schon seit er Jan das erste Mal gesehen hatte, dieses Gefühl begleitete ihn schon seit einem halben Jahr. Dieses Kribbeln, das schneller schlagende Herz, die feuchten Hände, er wollte es sich nur nicht eingestehen, denn wenn er diesem Gefühl einen Namen gab wurde es unweigerlich größer, dann konnte er es nicht mehr ignorieren. Seit ihm bewusst war das er auf Männer stand hatte er lernen müssen dieses Gefühl zu unterdrücken, mehr als einmal hatte er schmerzhaft gelernt wie es war wenn dieses Gefühl nicht erwidert wurde. Dafür hatte er jetzt keine Zeit und keine Nerven! Noch einmal holte sich Tom einen Kaffee, setzte sich wieder an den Schreibtisch und vergrub sich in seiner Arbeit.

Als einige Stunden später Alex nach Hause kam bemerkte er es nicht, erst als sein Mitbewohner nach einer halben Stunde in sein Zimmer kam und ihm einen Teller Reis mit Gemüse auf den Tisch stellte tauchte er wieder aus seiner Arbeitswelt auf.
„Na du bist wirklich nicht aus der Ruhe zu bringen.“ Alex machte es sich auf einem seiner zwei Sessel bequem.
„Ich hab viel zu tun,“ kam die wirre Antwort zurück.
„Essen musst du trotzdem.“ Eine Flasche Bier wurde geöffnet.
„Und ich bleibe solange hier bis der Teller leer ist,“ Alex grinste ihn schief an und trank von seinem Bier.
„Ja Mama.“ Tom schaufelte lustlos das Essen in sich rein.
„Ach Tom wenn du den ganzen Tag nichts isst bekommst du heute Nacht wieder Heißhunger und machst dich über die Schokolade her.“ Alex kramte auf seinem Tisch rum, wahrscheinlich auf der Suche nach einer Zeitschrift die er noch nicht gelesen hat.
„Das ist Nervennahrung, die tut gut.“ Der Teller war leer und Tom schob ihn auf die Seite.
„Brauchst du die denn gerade?“ wollte Alex fast beiläufig wissen.
„Ich hab bald Zwischenexamen und außerdem tut sie mir gut weil...“ Tom biss sich auf die Lippen, nein er wollte Alex nicht schon wieder etwas vor heulen wegen seinen Gefühlen.
„Weil?“ Zwar tat Alex so als würde er sich mit der Zeitschrift beschäftigen die er gerade in der Hand hielt, doch Tom wusste genau das daß nur Taktik war, er kannte seinen Mitbewohner eben schon lange genug.
„Ich hab heute Jan in der Uni getroffen,“ durchbrach Alex das Schweigen nachdem er gemerkt hatte das Tom nicht auf seine Frage eingehen würde.
„Hmm,“ nein er würde nicht darauf einsteigen.
„Er hat gesagt ich soll dir einen schönen Gruß ausrichten,“ versuchte es Alex weiter.
„Danke,“ brummte Tom und tat so als würde er sich wieder in seine Bücher vertiefen.
„Du weißt schon das dir das nicht helfen wird,“ meinte Alex eher beiläufig.
„Was denn?“ Tom hörte wie Alex eine Seite weiter blätterte.
„Das du dich in deinem Zimmer verkriechst und sagst das du fürs Zwischenexamen lernen musst. Irgendwann werden wir doch darüber reden was Gestern war.“ Alex war aufgestanden und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
„Und glaub bloß nicht das Jan begeistert war das du einfach so abgehauen bist.“ Er nahm den leeren Teller und verschwand aus Toms Zimmer.

Die nächsten zwei Wochen verkroch sich Tom immer mehr, wenn Alex zu Hause war blieb er in seinem Zimmer und sein Mitbewohner tauchte nur auf wenn er der Meinung war das Tom etwas essen müsste und dann verwickelte er ihn nur in belanglosen Smalltalk. Die Uni war groß genug so das er Alex und auch Jan aus dem Weg gehen konnte. Nur einmal sah er ihn, aus der Ferne, für einen Augenblick glaubte Tom das er ihn auch gesehen hätte, ein kleines Lächeln huschte über Jan's Gesicht, doch es war so schnell vorbei das es fast nicht existiert hatte.

Donnerstag, am Morgen war ihm speiübel, auf dem Weg zur Uni hatte er das Gefühl alles vergessen zu haben und als er im Hörsaal saß und die Fragen durch las glaubte er mit Sicherheit durchzufallen.
Nach zwei Stunden war er erlöst, der Druck der letzten Wochen fiel von ihm ab.
„Hey alles gut gegangen?“ Alex stand vor dem Hörsaal, anscheinend hatte er auf ihn gewartet.
„Ich weiß nicht, hoffe mal,“ grinste ihn Tom an.
„Naja hast dich ja lange genug verkrochen, komm wir gehen nen Kaffee trinken ich lad dich ein.“ Sein Freund legte einen Arm um seine Schulter und knuffte ihn etwas in die Seite.
„Ich könnte ein Bier vertragen.“
„Wie der Herr wünscht, der nächste Biergarten ist unser,“ verkündete Alex lachend.
Nicht weit von der Uni gab es einen Biergarten, in dem fast immer einige Studenten saßen, Alex und Tom suchten sich ein schattiges Plätzchen und bestellten sich Beide ein Bier.
„So das Examen hast du jetzt hinter dir.“ Alex legte eine kurze Pause ein.
„Können wir jetzt wieder normal reden?“
„Das haben wir doch die ganze Zeit,“ meinte Tom.
„Das haben wir nicht, du weißt genau was ich meine Tom,“ Alex sah ihn eindringlich an.
„Was ist passiert, du hast dich in deine Arbeit vergraben, bist Jan wo es nur ging aus dem Weg gegangen, also versuch mir nicht zu erzählen das alles ok ist. Ich bin doch nicht blöd!“
„Es ist alles ok,“ nuschelte Tom und trank von seinem Bier.
„Tom!“  Alex sah ihn böse an.
„Eigentlich müsste ich auf dich sauer sein Alex, wie kommst du auf die Idee Jan dafür einzuspannen? Hast wohl geglaubt das ich es mal wieder nötig gehabt hätte, hmm? Ich weiß zwar nicht warum Jan dabei mitgemacht hat, ist mir auch egal, aber habt ihr euch mal überlegt wie es mir dabei gegangen ist? Wahrscheinlich nicht!“ ereiferte sich Tom, die Wut die sich die letzten zwei Wochen angestaut hatte musste einfach raus.
„Aber...“ fing Alex an.
„Nichts aber! Das war eine ganz beschissene Aktion Alex, wirklich ganz beschissen. Du weißt ganz genau das mir so Sachen nicht leicht fallen, das ich oft genug auf die Nase gefallen bin und dann kommst du mit so einer Aktion an. Mit Jan! Weißt du eigentlich wie sich das angefühlt hat, Jan ist ein Traum von Mann, so Jemanden würde niemand von der Bettkannte stoßen und dann verführt er mich, du an meiner Stelle würdest dir auch verarscht vorkommen!“ Tom holte tief Luft.
„Natürlich bin ich ihm aus dem Weg gegangen, du glaubst doch nicht das ich mir das auch noch antue, diese Demütigung. Tom das kleine Spielzeug von Jan, einmal benutzt und danach weggeworfen, ganz sicher nicht. Damit das ein für alle mal klar ist ich will den Namen Jan nie wieder hören und wenn du noch einmal so eine Aktion bringst sind wir die längste Zeit Freunde gewesen! Hast du das verstanden?“ Er sah Alex eindringlich an.
„Ja habe ich, aber darf ich nur noch einmal etwas dazu sagen? Danach ist das Thema vergessen, ok?“ Tom nickte kaum sichtbar.
„Also Tom du bist mein bester Freund, du bedeutest mir mehr als irgend jemand anderes und das Letzte was ich will ist dir weh zu tun, das musst du mir glauben. Vielleicht bin ich mit der Aktion etwas zu weit gegangen, das kann schon sein,“ Alex trank einen Schluck Bier und schien zu überlegen was er sagen wollte.
„Wie wir Beide wissen ist unsere Wohnung sehr hellhörig, das darfst du jetzt nicht falsch verstehen ich hab nicht gelauscht oder so und ich hab ganz sicher nichts dagegen wenn du deine körperlichen Gelüste stillst, nur habe ich auch mitbekommen wessen Namen du dann stöhnst. Tom ich kenne dich lange genug und mir sind deine verklärten Augen aufgefallen wenn wir eine gewisse Person getroffen haben, da konnte ich eins und eins zusammen zählen. Eigentlich wollte ich nur das Jan dich abholt um Michael einen Dämpfer zu verpassen, für alles was danach passiert ist bin ich nicht verantwortlich. Ehrlich gesagt hab ich mir Sorgen gemacht weil du nicht Heim gekommen bist und auch nicht auf meine Anrufe reagiert hast. Irgendwann hab ich es bei Jan versucht, er meinte das du bei ihm wärst  und das es dir gut ginge. Tom wenn ich das Gefühl gehabt hätte du wärst bei Jan nicht in guten Händen wäre ich sofort gekommen und hätte dich geholt, wirklich. Hattest du denn Spaß gehabt?“ wollte Alex leise wissen.
„Drei Mal,“ raunte Tom kaum hörbar.
„Drei Mal? Wow … naja dann war es ja anscheinend gar nicht mal so schlecht,“ Alex lächelte seinen Freund liebevoll an.
„So und jetzt zu etwas anderem, mein werter Mitbewohner seit Wochen herrscht eine unerträgliche Hitze und du warst noch nicht einmal mit mir am See, ich bin schwer enttäuscht von dir,“ er verzog seine Lippen, ein mitleiderregender Versuch zu schmollen, Tom lachte.
„Das können wir heute Nachmittag nachholen, ok?“
„Darauf bestehe ich!“ Alex lachte seinen Freund freudestrahlend an.

Nachdem sie ihr Bier leer getrunken hatte fuhren sie nach Hause packten ihre Badesachen zusammen und machten sich auf den Weg zum See. Fast den ganzen Nachmittag verbrachten sie gemeinsam im Wasser, Tom war eine kleine Wasserratte und so blieb er auch im kühlen Nass während Alex sich auf sein Handtuch verzog.
Der See war nicht sonderlich groß und Tom konnte ihn in 20 Minuten durchschwimmen ohne sich all zu sehr anzustrengen, so legte er noch einige Bahnen zurück bis er sich neben Alex aufs Handtuch fallen lies. Die  geistige und nun auch körperliche Anstrengung forderten ihren Sold und in der angenehmen Wärme der Sonne schlief Tom schnell ein.
„...am See.“ Tom hörte Alex Stimme neben sich, blinzelnd öffnete er die Augen, Alex telefonierte.
„Nein besser nicht.“ Alex hatte ihm den Rücken zugedreht so konnte er nicht sehen das Tom wach war.
„Ja hab ich, aber...“ Tom kam es so vor als wäre Alex nervös.
„Ich weiß, aber glaub mir es ist besser so.“ Tom schloss wieder seine Augen, anscheinend irgend ein Verehrer den Alex wieder abwimmeln musste.
„Wenn du es nicht lassen kannst, bitte! Aber heul mir danach nicht die Ohren voll. Tschüss.“ Alex hatte aufgelegt und drehte sich zu Tom um.
„Hey Dornröschen,“ sanft rüttelte er Tom an der Schulter.
„Ich besorg uns mal was zu trinken, nen besonderen Wunsch?“
„Bier,“ nuschelte Tom vor sich hin, das würde dauern bis Alex wieder zurückkommen würde, aber bitte wenn er das auf sich nehmen wollte. In dem kleinen Biergarten der am See lag konnte man auch Getränke und Eis holen, nur war es dort immer brechend voll.
„Ok wird erledigt.“ Alex strubbelte durch sein Haar und verschwand dann.

„Das ging aber schnell,“ nuschelte Tom als er wieder eine Hand auf seinem Rücken spürte.
„Ich bins Tom,“ er presste die Augen fest zusammen, das konnte doch nicht wahr sein.
„Alex ist gleich da,“ brummte er und wendete demonstrativ seinen Kopf von Jan ab.
„Zu ihm wollte ich eigentlich nicht,“ hörte er dicht an seinem Ohr.
Vielleicht, so hoffte Tom, vielleicht verschwindet er wenn ich nicht auf ihn reagiere.
„Ich glaube dein Rücken müsste mal eingecremt werden, der wird schon rot.“ Tom hörte wie in einem Rucksack gekramt wurde, Sekunden später fühlte er zwei große starke Hände die über seinen Rücken glitten, die Sonnenlotion verteilten.
„Wir haben uns lange nicht mehr gesehen.“ Jan cremte auch seine Beine ein.
„Ich hatte viel zu tun.“
„Dein Zwischenexamen ich weiß.“ Jan's Finger zeichneten sanfte Muster auf seine Haut.
„Ich hab nur gedacht nach unserem Nachmittag meldest du dich mal. Im Fitnessstudio warst du auch nicht mehr,“ klang Jans Stimme etwa traurig?
„Dafür hatte ich keine Zeit,“ brachte Tom unwirsch hervor, die Nähe von Jan machte ihn ganz unsicher, wo blieb nur Alex?
„Noch nicht mal für ein Hallo in der Uni?“ Das war so unfair, die Stimme und die zarten Berührungen von Jan liesen ihn erschaudern, am besten er sagte jetzt nichts mehr vielleicht würde Jan dann einfach verschwinden.
„Ich hab dich vermisst Tom,“ flüsterte ihm Jan nach einer Weile leise zu.
„Sehr sogar, ich hab deine schönen braunen Augen vermisst, dein Lächeln, deine Stimme, deine Berührungen, dein Geruch, wie du dich angefühlt hast.“ Tom konnte seinen warmen Atem auf seiner Haut spüren.
„Immer wieder muss ich daran denken wie wir Sex hatten, du nicht?“ Barstoppeln kratzten leicht über seine Haut.
„Ich....hatte einfach ….viel...zu tun...hab nicht...gedacht,“ brachte Tom stotternd hervor. Wie konnte ein Mann ihn so durcheinander bringen, sein Herz raste als wäre er einen Marathon gelaufen.
„Und jetzt?“ Finger die von seinem Nacken aus über seine Wirbelsäule wanderten.
„Jetzt hast du doch Zeit, oder?“ Finger die am Bund seiner Badeshorts verweilen, so als ob sie unsicher waren.
„Denkst du jetzt daran?“ Finger die seinen Po berühren, getrennt nur durch eine dünne Lage Stoff. Durch Toms Kopf schossen Bilder, ihre nackten Körper ineinander verschlungen, miteinander vereint, er konnte Jan riechen, sein Geschmack lag ihm auf seiner Zunge.
„Hey Jan was machst du denn hier?“ Tom seufzte innerlich erleichtert auf als er Alex Stimme hörte, er drehte sich um und warf seinem Freund einen flehenden Blick zu. Bitte hol mich hier raus, Alex, bitte mein Herz zerspringt gleich!
„Hab Tom hier liegen gesehen und wollte nur mal Hallo sagen.“ Jan setzte sich auf und brachte so ein wenig Abstand zwischen ihn und Tom.
Alex drückte Tom ein Bier in die Hand und setzte sich neben ihn.
„Haben uns schon lange nicht mehr gesehen.“
„Naja der Kleine hatte eben viel zu tun,“ antwortete Alex und legte einen Arm um Toms Schulter. So geschützt traute Tom sich Jan anzuschauen, er sah müde aus, ein Schatten lag um seine sonst so klaren Augen, die Bartstoppeln die Tom gespürt hatte gehörten zu einem Dreitagebart durch den Jan richtig verwegen aussah.
„Ja das Studium kann ganz schön stressig sein,“ nickte ihnen Jan zu.
„Darum sind wir zur Feier des Tages hier her gekommen, hab nur schnell noch unser Absackerbier geholt, wir haben noch was vor.“ Erklärte Alex, mit einem leisen Pling stießen ihre Flaschen aneinander.
„Was habt ihr denn noch vor?“ wollte Jan wissen, sein Blick ruhte auf Tom.
„Das wird eine Überraschung für meinen Kleinen,“ Tom sah Alex irritiert an.
„Jep zur Feier des Tages gehen wir heut Abend noch weg.“ er schaute auf seine Armbanduhr.
„Und wir müssen uns auch etwas beeilen.“
„Was machen wir denn?“ wollte Tom wissen.
„Kleiner wenn ich es dir jetzt verrate wird es doch keine Überraschung oder?“ fragte Alex sanft.
„Ja.“ Tom trank von seinem Bier, er kam sich vor wie ein kleiner Junge, dabei war Alex doch nur ein Jahr älter wie er. Sicher war es nur ein Ablenkungsmanöver um so schnell wie möglich von hier weg zu kommen, er konnte sich eben auf Alex verlassen.
„Schade ich hab gedacht wir könnten etwas gemeinsam unternehmen,“ brachte Jan hervor.
„Tut mir leid Kumpel heute Abend gehört der Kleine nur mir.“ Alex grinste breit.
„Na dann will ich euch nicht weiter stören.“ Jan stand auf und warf Tom noch einmal einen Blick zu der an einen geprügelten Hund erinnerte, fast tat er ihm leid.
„Tschö Jan,“ Tom lächelte ihn zaghaft an.
„Wir sehn uns.“ Alex gute Laune war fast nicht zu ertragen fand Tom.
„Jetzt müssen wir uns wirklich beeilen,“ meinte Alex nachdem Jan außer Sichtweite war und sie ihr Bier leer getrunken hatten.
„Das war also kein Scherz?“ fragte Tom nach.
„Nee Kleiner ich hab wirklich noch eine Überraschung für dich. Pack du schon mal unseren Krempel zusammen und ich bring die Flaschen weg.“ Alex sprang auf und zog dann Tom auf die Beine.
Schnell hatte er die Sachen zusammen geräumt, Alex brauchte nicht lange und so machten sie sich auf den Heimweg.
In der Wohnung angekommen schickte Alex seinen Mitbewohner erst einmal unter die Dusche, er hätte genau eine halbe Stunde um sich fertig zu machen teilte ihm Alex mit. Nach dem duschen durchsuchte Tom seinen nicht all zu üppig ausgestatteten Kleiderschrank nach passenden Klamotten. Die Jeans die er zusammen mit Alex vor drei Wochen gekauft hatte, Alex hatte gemeint er hätte darin einen schönen Hintern, ein schwarzes Shirt mit dem Logo von den Ramones und seine schwarzen Chucks, das müsste reichen fand Tom.
„Perfekt,“ strahlte Alex als er ihn sah, er selbst trug auch blue Jeans und dazu ein schwarzes Hemd.
„Na dann können wir ja los.“
Die nächste Straßenbahnhaltestelle war nicht weit, Tom zerbrach sich den Kopf wohin sie gehen könnten doch aus Alex war nichts heraus zu bekommen. Definitiv fuhren sie in eine Richtung in der keine Kneipe und kein Club lag die sie sonst besuchten. Nach zwanzig Minuten stiegen sie aus, sie waren nicht die Einzigen, jetzt wusste Tom auch wo sie waren, vor ihnen lag eine Freilichtbühne im griechischen Stil, meist wurde hier Theater gespielt ab und zu fanden auch Konzerte statt.
„So mein Kleiner hier ist deine Überraschung, heut Abend spielt Yann Tiersen, ich hab Karten geholt weil ich weiß wie gern du ihn magst.“ Tom umarmte seinen besten Freund stürmisch, ja es war einer seiner Lieblingsmusiker, zwar fand er den Film “Die wunderbare Welt der Amelié“ nicht sonderlich spannend, aber die Musik hatte es ihm angetan.
„Danke Alex.“
„Bitte Kleiner, aber ich glaube zu so einem Konzert solltest du mit jemandem anderen hingehen,“ verständnislos schaute Tom ihn an.
„Ich weiß du willst nicht das ich mich in dein Leben einmische, aber mein Kleiner ich kann nicht mit ansehen wie du dein Glück mit Füßen trittst. Pass auf, Jan ist ein sehr lieber Kerl, nicht so ein Arschloch wie ich, er sucht sich nicht jede Woche einen Neuen auch wenn er das sicher könnte. Meiner Meinung nach ist er ein heilloser Romantiker, von wegen große Liebe und so, naja du weißt ja ich habs damit nicht so. Hab dir ja gesagt das alles was an diesem Nachmittag außerhalb des Fitnessstudios passiert ist nicht auf meinem Mist gewachsen ist, vielleicht solltest du Jan mal fragen warum er das getan hat. Weil soweit ich weiß hat er nur Sex mit Männern in die er auch verliebt ist.“ Alex schaute Tom tief in die Augen.
„Und ja Tom du bist es wert, viel mehr als du glaubst, wirklich. Gib ihm und vor allem dir eine Chance und hör ihm zu, versprichst du mir das?“
Hatte Alex eben gesagt Jan wäre in ihn verliebt, das konnte doch nicht....
„Tom hör auf dir Gedanken zu machen, vertrau mir einfach, ok? Ich hab gesagt ich werde nichts tun das dir weh tut.“
„Hallo,“ die dunkle Stimme von Jan durchbrach den Augenkontakt von Alex und Tom.
„Pass gut auf meinen Kleinen auf.“ Alex klopfte Jan freundschaftlich auf die Schulter.
„Werde ich,“ nickte Jan ohne Alex dabei anzuschauen.
„Können wir?“ fragte er Tom leise.
„Ja,“ hauchte dieser zurück.
„Hier sind die Karten,“ Alex drückte Jan die Tickets in die Hand.
„Macht euch einen schönen Abend,“ lachte er während er wieder Richtung Straßenbahn ging.
„Sollen wir?“ fragte Jan.
„Wenn du willst?“ meinte Tom unsicher.
„Ich kenne den Typen nicht, aber Alex meinte du magst seine Musik,“ lächelte der Größere, nahm Tom an der Hand, sie gingen gemeinsam zum Eingang.
Die Musik nahm Tom sofort in Beschlag, es war als würde er in eine andere Welt abtauchen, dazu noch die Wärme des anderen Körpers der sich sanft von Hinten an ihn schmiegte, Arme die ihn umschlossen, es fühlte sich alles so gut an.
„Ich will dich nie wieder los lassen,“ Jan wiegte ihn sanft im Takt.
„Mein kleiner Süßer, nie wieder.“
„Ich bin aber nicht süß, ich bin ein Wal,“ nuschelte Tom vor sich hin.
„Für mich nicht, für mich bist du absolut perfekt,“ er spürte wie Jan lächelte.
„Weißt du worin ich mich als erstes verliebt habe?“ fragte er leise, Tom schüttelte leicht den Kopf.
„Zuallererst in dein Lächeln, als Alex uns vorgestellt hat hast du mich so niedlich angelächelt, ich hab gleich gewusst das du der Richtige bist,“ sanft drückten sich Jans Lippen in Toms Nacken.
„Und dann deine Augen, die strahlen immer so, du bist ein kleiner Sonnenschein,“ die Bartstoppeln rieben an der zarten Haut seines Halses.
„Dabei hab ich am Anfang geglaubt das du in Alex verliebt bist, ich hab die ganze Zeit gehofft das er merkt was für einen tollen Mitbewohner er hat. Als er mir dann von Michael erzählt hat und mich um Hilfe gebeten hat wusste ich das ist meine Chance.“ Jans Arme legten sich noch etwas fester um Toms Körper.
„Normalerweise lasse ich mir mehr Zeit, will erst einmal den Anderen kennen lernen, aber bei dir.“ Kleine sachte Küsse vom Ohr über den Hals in den Nacken und wieder zurück, Toms Herz schlug immer schneller, fast so als wollte es vor lauter Glück platzen.
„Aber bei dir ist es anders, ich weiß das du der Richtige bist und ich hatte Angst wenn ich diese Chance verstreichen lasse finde ich nicht mehr den Mut dir zu zeigen was ich empfinde, denn ich wollte eigentlich nicht zwischen dir und Alex stehen. Später hat mir Alex erzählt das du nicht in ihn verliebt bist, sondern das er glaubt das du mehr für mich empfindest.“ Jan drehte Tom zu sich, sanft strich er über seine Wange, seine Finger unter seinem Kinn zwangen Tom nach Oben zu schauen.
„Tom ich hatte mit dir den besten Sex, ich will nur noch dich spüren, dich riechen, dich schmecken, du gehst mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf, ich hab mich verliebt, ganz schön heftig, ist das ok?“ Eine warme Woge durch rollte Toms Körper, das flaue Gefühl im Magen, das Herzrasen, seine feuchten Hände, dieses Gefühl dem er keinen Namen geben wollte übernahmen die Macht. Er konnte sich dagegen nicht wehren und er wollte auch nicht mehr, Jan würde ihn nicht verletzen, das wollte er glauben, nichts anderes zählte. So gut es ging streckte er sich dem Größeren entgegen, strich ihm durch die Haare, sah wie dessen Augen leuchteten und dann versanken sie in einen innigen Kuss. Eine Ewigkeit später lösten sie sich atemlos voneinander.


Sie hielten sich an den Händen, schlenderten durch die Nacht, ab und zu blieben sie stehen um in einen Kuss zu versinken um dann berauscht aufzuschrecken, sich beeilend weiter zu kommen. Hände streichelnd, Finger tastend, Jan raunte ihm heiße Versprechen ins Ohr die Tom rot werden ließen.
Nach Stunden so kam es Tom vor erreichten sie das Haus in dem Jan wohnte, die Wohnungstür die hinter ihnen ins Schloss fiel, sie von der Welt abschnitt. Küssend schälten sie sich aus ihren Kleidern Shirts und Schuhe die sie im Flur verloren. Jan der Tom aufs Bett drängte, ihm die Hose abstreifte um dann einen Augenblick verweilte den Mann unter sich verträumt ansah.
„Weißt du eigentlich wie hübsch du bist,“ raunte er leise während er sich über Toms pochende Körpermitte beugte.
„Ich bin nicht...“
„Psst, für mich bist du hübsch, mehr zum verwöhnen,“ unterbrach Jan ihn und strich dabei sanft über die kleinen Speckrollen.
„Viel mehr,“ er küsste die Brustwarzen, weiter zum Bauch, verweilte kurz am Bauchnabel pustete sanft hinein. Als nächstes verlor Tom seine Pants und Jans Aufmerksamkeit richtete sich auf das halbharten Geschlechtsteil des Kleineren. Sanftes Lecken, Zähne die zart über empfindliche Haut schabten, eine Zunge die vorwitzig über die pralle Eichel glitt, eine Mundhöle die alles aufnahm das sich ihr verlangend entgegenstreckte. Weiter ging die Reise, eine Speichelspur führte über Toms Eier zu seinem Muskel, der genauso sanft und verspielt verwöhnt wurde wie vorher sein Schwanz.
„Jaaaaannnnn....bitte,“ stöhnte Tom heißer auf als sich Finger sacht einen Weg in sein Innerstes suchten, sein Körper bäumte sich zum wiederholten mal vor Lust auf.
„Was mein Süßer?“  Tom konnte hören das Jan sich Mühe gab sich zu beherrschen.
„Komm her und fick mich!“ brach es aus ihm heraus.
„So stürmisch?“ lachte Jan rau auf.
„Du machst mich wahnsinnig, ich will dich endlich in mir spüren,“ keuchte Tom, Jans Finger streiften seine Prostata.
„Ich will doch nur das es für dich schön ist.“ Jan war zu ihm hoch gerutscht und küsste ihn zärtlich.
„Es ist mehr als nur schön,“ seufzte Tom ergeben. Jan löste sich von ihm um seine letzten Kleidungsstücke loszuwerden und um sich ein Kondom überzurollen. Es war ein berauschender Anblick fand Tom, Jan kniete zwischen seinen Beinen und er konnte ihn in seiner vollen Pracht bewundern.
Der Schmerz war bittersüß, doch das Wissen davon was folgen würde war stärker und so drängte sich Tom entgegen, wollte ihn ganz ihn sich spüren. Langsam steigerte sich ihr Tempo, ihre Bewegungen wurden fahriger, ihr Atem ging schneller, flehendes Seufzen, begieriges Stöhnen, alles vermischte sich zu einem großen Ganzen.
Hände die zur Hilfe kamen, küssend, reibend, dem Höhepunkt immer schneller entgegen treibend, mit ihren Augen hielten sie sich gefangen. Tom schrie seine Lust laut heraus als Jan ein letztes mal seine Prostata traf und er heftig in die Hand des Größeren kam, kurz darauf folgte auch er und sackte über Tom zusammen.
Minuten verstrichen in denen sie nach Atem rangen, Jan war aus ihm geglitten, lag nun neben Tom den er in seine Arme gezogen hatte.
„Ich liebe dich,“ wisperte Tom, jetzt war es raus, er hatte es gesagt.
„Ich liebe dich auch Tom.“ Jan küsste ihn sanft und Tom wusste das er sich darauf verlassen konnte.



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