...du bist krank im Kopf, manchmal....

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Es war heiß, die Sonne brannte unerbittlich auf sie herunter, Finn sah den breiten Rücken vor ihm, der sich hin und her bewegte um einen weiteren, kommenden Angriff auszuweichen, zu spät sah er dieses Rote Rotierende etwas und bevor Finn reagieren konnte hatte ihn eine weitere Wasserbombe getroffen.
„Sorry Finn“, der breite Rücken drehte sich zu ihm um und strahlte ihn mit einem schiefen Grinsen an.
„Schon ok.“ nuschelte dieser und sah noch wie die nächste Wasserbombe Arne an der Schulter traf.
„Das war ein Fehler Flo!“ mit einem diabolischen Ausdruck auf seinem Gesicht wandte sich Arne seinem besten Freund zu und warf eine Wasserbombe in seine Richtung.

„Soooo Jungs es reicht“, mit energischen Schritten kam Arne`s Mutter auf sie zu und stellte sich zwischen die Fronten. Finn fragte sich wie so oft, wieso er sich auf die Seite von Arne geschlagen hatte. Taktisch gesehen war es eine sehr sinnvolle Entscheidung, Arne war groß, sicher schon 1.90m, breit gebaut so dass man hinter ihm Schutz vor jeglichen Wurfgeschossen finden konnte. Die Mädchen in seiner Klasse verglichen ihn immer mit einem großen Kuschelbären. Finn war sich nicht sicher ob dieser Vergleich so passend war, gut Arne war groß und von einem durchtrainiertem Körper weiter entfernt als manch Anderer. Er war eher ruhig, manchmal etwas brummig, tollpatschig fiel ihm noch ein, doch er hatte immer ein Lächeln auf seinen Lippen, dieses warme Lächeln hatte er von seiner Mutter. Mehr als einmal hatte sich Finn schon vorgestellt, wie es wäre mit diesem Arne zu kuscheln und noch mehr, doch eben nicht wie ein Kuschelbär.
Soweit er wusste, machte dieser Riese vor ihm schon seit 12 Jahren Kampfsport, war beweglicher wie manch anderer seiner Freunde,  seine längeren, lockigen, braunen Haare hatte er meist zusammengebunden, seine blaugrauen Augen erinnerten Finn an stürmische Sommertage, sie waren immer wach und nahmen jede Regung in seiner Umgebung wahr. Arne war ein guter Schüler bei vielen beliebt und die Anderen hatten einfach Respekt vor ihm. Vor allem war Arne ohne Flo nicht vollständig, sie waren beste Freunde seit der Grundschule, machten den gleichen Sport und hingen immer zusammen. Finn hatte sich schon oft dabei erwischt, wie er neidisch auf Flo war, weil dieser seinem Schwarm immer so verdammt nahe sein konnte.
Nils, der ihm mit Flo gegenüber stand war der Dritte im Bunde, auch er trainierte mit den Zweien und auch sonst war er kaum von seinen Freunden zu trennen. Flo und er waren gut einen Kopf kleiner wie Arne, im Gegensatz zu ihm eher schmächtig und wie Finn fand einfach Durchschnitt. Zumindest bekam er bei keinem der Beiden Herzrasen oder das Gefühl sein Blut würde sich ständig in irgendwelchen Körperregionen sammeln, mit Vorliebe in seinem Gesicht und auch in letzter Zeit immer öfter weiter südlich.
„Raus aus den nassen Shirt`s,“ der komandierende Ton von Arnes Mutter, riss Finn aus seinen Gedanken.
„Och Lea…“ murrte Flo und schaute die Frau mittleren Alters mit großen Hundeaugen an.
„Vergiss es Flo, dass zieht bei mir nicht und jetzt mault nicht rum, ich hab euch alle schon mehr als einmal Oben ohne gesehen,“ lachte sie.
„Ich häng eure Shirt`s über die Leine, dann sind sie ganz schnell trocken und ihr könnt eure Astralkörper wieder bedecken,“ während Nils, Arne und Flo sich mürrisch aus ihren Shirt`s quälten, zwinkerte sie ihm zu.
„Welche Astralkörper denn?“ Lena wurde von einem jüngeren Mann in seine Arme gezogen, er drückte ihr einen Kuss in die Halsbeuge, was sie kichern lies.
„Du sollst doch nur meinen Körper bewundern.“ Es war Tobias, der Stiefvater von Arne. Finn wusste noch wie fertig Arne war, als sich seine Mutter von ihrem langjährigen Freund trennte, um mit Tobias der mehr als 10 Jahre jünger war als sie zusammen zu kommen. Anfangs hasste er diesen Mann, der seine kleine Familie zerstört hatte wie er immer sagte und mehr als einmal war Arne mit verheulten Augen in die Schule gekommen. Doch das war jetzt schon 7 Jahre her, mittlerweile akzeptierte er Tobi wie einen Freund, wie einen großen Bruder, denn er hatte schnell begriffen wie glücklich er seine Mutter machte. Sie musste nicht mehr Schicht arbeiten. Tobias hatte einen kleinen Bauernhof gekauft und ihn mit Freunden renoviert, als freier Grafiker verdiente er mehr als gut, um die Drei zu ernähren. Als dann noch Mia, seine kleine Schwester geboren wurde, konnte Arne nicht mehr aufhören zu strahlen.
„Finn gibst du mir auch dein Shirt?“  Lea streckte die Hand aus.
„Mom wenn er nicht will…“ versuchte Arne seine Mutter abzuhalten, aber wieso eigentlich war es ihm unangenehm?
„Ach was ihr seid nur Jungs, was wollt ihr euch groß abschauen und ich hab keine Lust das Einer von euch sich erkältet,“ unterbrach sie ihren Sohn.
Langsam zog er sein Shirt über den Kopf und gab es ihr. Es war ja nicht so, dass er sich wegen seines Körpers schämen müsste, auch er machte Sport aber im Gegensatz zu den anderen Fußball und ein bisschen Basketball, sein Oberkörper war im Gegensatz zu Arne`s gebräunt und auf sein Sixpack war er schon ein bisschen stolz.
„So genug junge Körper angestarrt,“ meinte Tobias lachend nachdem Lea die Shirt`s aufgehängt hatte.
„Geht schon mal in den Garten Jungs, ich komm gleich nach und dann bauen wir die Zelte auf.“
„Bist du etwa neidisch alter Mann?“ kicherte Lea, während ihr Mann sie ins Haus dirigierte.
„Ich zeig dir gleich mal was für einen alten Mann du hast,“ brummte Tobias

„Manchmal sind sie echt peinlich,“ stöhnte Arne
„Ach was, ich wär froh meine Eltern wären so.“ murrte Nils.
„Ständig, wie verliebte Teenager und das seit 7 Jahren?“ Arne hob spottend eine Augenbraue.
„Sei froh das du so Eltern hast Speckie,“ Flo stieß seinen besten Freund in die Seite,
„Deine Mom ist ne super Frau und Tobi genau der Richtige für sie.“
Das Speckie lies Finn unangenehm zusammen zucken, auch wenn er wusste, das Arne seinem Freund diese Titulierung nicht übel nahm und ihn selbst gern nur „die Stange“ nannte, für ihn war Arne einfach nur perfekt. Gut er war breiter gebaut wie andere und das kleine Bäuchlein störte Finn nicht, ganz im Gegenteil, in seiner Nähe fühlte er sich einfach sicher.
Langsam trottete er den drei Freunden in den Garten hinterher, Arne in der Mitte, Flo links und Nils rechts von ihm, so wie immer, so wie seit 11 Jahren seit sie sich kannten.
Wieso er seit einiger Zeit zu diesem Trio gehörte wusste Finn nicht so genau, gut die Drei schlossen nie jemanden aus, aber man sah sie immer nur gemeinsam bis jetzt hatte sich nie jemand zwischen sie drängen können, auch kein Mädchen. Sowohl Nils wie auch Flo hatten zwar eine Freundin aber die kamen, so schien es Finn, nur an zweiter Stelle. Er selbst gehörte an der Schule zu den Sportlern, war beliebt und auch bei Mädchen schien er gut anzukommen. Ja er hatte auch schon eine Freundin gehabt, Sarah doch das war 3 Jahre her. Damals wollte er sich einfach beweisen das er doch normal war und doch auf Mädchen stand, doch nachdem er mit Sarah das erste Mal geschlafen hatte, wusste er das er für Mädchen nie mehr wie Freundschaft empfinden würde. Als er unter sich den bebenden Körper gespürt hatte, kam ihm der Gedanke wie es wäre, wenn nicht er diesen Körper ausfüllen würde, sondern Jemand seinen eigenen. Wie es wäre wenn er sich so hingeben könnte, wie Sarah in diesem Augenblick. Wie es wäre mit solchen lustverhangenen Augen jemand anderen anzuschauen und in diesem Moment wurde ihm klar wen er gern so nah spüren, wen er gerne so ansehen, welchen Namen er gerne von Lust getrieben stöhnen würde, Arne.
Ein Jahr hatte er gebraucht um sich selbst einzugestehen, das er wirklich auf Männer stand, besonders auf den einen, der gerade vor ihm lief und dessen Jeans gefährlich tief saßen.  Gedankenverlohren leckte sich Finn über die Lippen. Danach war er fast jedes Wochenende in die nächst größere Stadt gefahren um Erfahrungen zu sammeln. Weiß Gott das hatte er, mehr als genug, doch jedes mal hatte er nur diese eine Person vor Augen. Er wurde regelrecht von seinen eigenen Gedanken verfolgt. Resigniert gab er auf und gestand sich ein, dass er eben nur an diesen einen Jungen, mittlerweile Mann denken konnte. Zu guter letzt war er nun in ein schwärmerisches Beobachten verfallen, zwar war er sich sicher das Arne nicht auf Jungs stand, seltsam nur das er nicht auf Eva reagierte. Ein Mädchen aus ihrer Stufe, die seit einem halben Jahr sehr deutlich Interesse an Arne zeigte, aber anscheinend waren Beide zu schüchtern. Finn war sich sicher denn er hatte ihre Blicke gesehen, solche Blicke würde er ihm auch gern zuwerfen. Seltsam genau zu dieser Zeit hatte es auch begonnen, dass Flo ihn öfter fragte ob er mit ihnen was unternehmen wollte. Es war die Hölle und der Himmel zugleich, es fühlte sich so richtig an wenn sie zu viert PS3 spielten, zusammengequetscht auf der kleinen Couch in Arnes Zimmer. Finn meist neben Arne, seine Wärme spürend, was ihn zum glücklichsten Menschen der Welt machte und gleichzeitig war diese Nähe die Hölle, weil er den anderen nicht berühren durfte. Nur zu gern hätte er seinen Kopf auf Arnes Brust gelegt, nur um seinen Herzschlag zu hören.
„So Finn dieses Jahr hast du die Ehre mit Arne in einem Zelt zu schlafen,“ verkündete Flo als sie zu den Zelten kamen die sie schon vorher im Garten abgelegt hatten.
„Vielleicht will Finn auch mit jemand anderem im Zelt schlafen,“ warf Arne ein und Finn bemerkte den leichten Rotschimmer in dessen Gesicht, war ihm seine Nähe etwa unangenehm?
„Vergiss es Speckie, du hast zwar heute Geburtstag aber weder Nils noch ich wollen diesen mit deinen Sägearbeiten beenden, dieses Jahr ist Finn dran,“  grinste Flo.
„Ich schnarche nicht!“ murrte Arne.
„Nee du schnarchst nicht, du vernichtest ganze Urwälder,“ lachte Nils.
„Das stimmt nicht,“ entrüstete sich das Geburtstagskind wieder und diesmal wurde er rot vor Wut.
„Ich teil gern mit Arne das Zelt, solange unsere Zeltstangen heil bleiben.“ Finn zwinkerte Arne zu.
„Wenigstens ein wahrer Freund der mir geblieben ist, im Gegensatz zu euch Luschen, Finn sieht über solche Schwächen einfach hinweg.“ Arne legte den Arm um den kleineren und zog ihn etwas zu sich, der wusste nicht wie ihm geschah. Zum einen glaubte er unter Arnes Berührung dahinschmelzen zu müssen, seine Haut prickelte unglaublich schön, zum anderen breitete sich eine warme Woge in ihm aus, Arne zählte ihn zu seinen Freunden.
„Vielleicht findet er ja ganz andere Schwächen bei dir, die uns bis jetzt verborgen geblieben sind,“ meinte Flo sachlich, doch seine Augen funkelten irgendwie wissend so als ob er ganz genau über Arne`s Schwächen bescheid wusste.
„Der Große hat Schwächen, das wäre mir neu.“ Tobias war zu ihnen gekommen, klopfte seinem Stiefsohn freundschaftlich auf die Schulter und half dann, den Jungs die Zelte aufbauen.

„Gehen wir noch ein bisschen baden?“ wollte Nils wissen, nachdem sie fertig waren die Zelte aufzubauen und Brennholz für ein Lagerfeuer zu holen. Mittlerweile war es später Nachmittag und die Sonne brannte nicht mehr ganz so unerbittlich.
„Klar, ich hol ein paar Handtücher.“ Arne verschwand schnell im Haus.
„Ich hab aber keine Badehose dabei,“ versuchte sich Finn aus der prekären Situation zu retten, alles was recht war, es würde schwer genug sein im Zelt ruhig neben Arne zu sein, aber mit ihm auch noch baden.
„Macht nix wir baden eh nackt,“ grinste Nils.
Finn spürte wie er feuerrot anlief, nein das war mehr als er ertragen konnte.
Während die Anderen sich auszogen und er die zwei blanken Hintern von Flo und Nils sah, kam Arne zurück.
„Was macht ihr da?“ fragte er sichtlich irritiert.
„Wir haben keine Badehosen dabei, mein Gott wir baden doch sonst auch nackt,“ erklärte Flo.
„Aber….“setzte Arne an
„Wenn ihr euch so geniert, dann könnt ihr ja eure Shorts anlassen,“ meinte Nils und verdrehte die Augen.
„Ganz bestimmt nicht, ich kenn euch doch am Ende trag ich die noch auf dem Kopf so hoch zieht ihr die,“ knurrte Arne und entledigte sich seiner Jeans und seiner Shorts und sprang zu seinen Freunden ins Wasser.
Je ungenierter die drei Freunde miteinander umgingen, um so ausgeschlossener kam sich Finn vor, mein Gott was war schon dabei nackt zu baden, wenn die Jungs unter sich waren. Nichts! solange man nicht in einen total verschossen war und allein der Anblick von Arnes Hintern hatte sein Blut in Wallung gebracht.
„Na komm schon Finn, wir schauen dir nix ab,“ lachte Flo.
„Ja Finn komm schon,“ lachte ihm Nils zu, nur Arnes Blick konnte er nicht deuten. Er schaute ihn lange ernst an, bevor er sich genüsslich nach hinten gleiten ließ um sich am Beckenrand anzulehnen, er flüsterte Flo etwas zu der darauf schief grinste.
Ganz langsam öffnete er seine Jeans, schlüpfte aus ihnen, danach befreite er sich von seinen Shorts. Mit gesenktem Blick ging er die wenigen Meter bis zum Pool. Er durfte Arne nicht in die Augen schauen, nur nicht das, sein verräterischer Körper würde all seine Gedanken Preis geben.
Vorsichtig ließ er sich ins Wasser gleiten, auf halben Weg schnappte Flo sich eins seiner Beine und zog ihn unter Wasser. Als nächstes stürzte sich Nils auf ihn und eine heftige Balgerei begann. Erst nach einigen Minuten kam er wieder zu Atem .
„Genug Abgekühlt,“ prustete Flo der sich wieder zu Arne gesellt hatte. Was eine Feststellung sein sollte klang mehr nach einer Frage, doch an wen?
„Also mir ist immer noch warm,“ murrte Nils mit geschlossenen Augen.
„Hmm wie wärs, wir fahrn an die Tanke und holen ein paar Bier,“ überlegte Flo.
„Hmm könnten wir machen.“ Nils murrte weiter mit geschlossenen Augen.
„Aber ihr habt doch schon genug Bier mitgebracht, ich hab echt keinen Bock nochmal an die Tanke zu fahren,“ brummte Arne auch mit geschlossenen Augen.
Finn, beobachtete die Drei schweigend,  alle Drei hatten die Augen geschlossen, in ihren Gesichtern spiegelte sich die frühe Abendsonne, die immer noch heiß brannte. Damit hörten die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf, ganz außen Nils, der mürrisch vor sich hinschnaubte was er öfters tat und worüber Finn sich keine Gedanken machte. In der Mitte, wie immer Arne, sein Gesicht war völlig entspannt und ein zufriedenes Lächeln umspielte seinen hinreissenden Mund. Seine Lippen öffneten sich leicht und Arne leckte leicht über sie. Finn schluckte hart und wendete seinen Blick schnell weiter zu Flo um nicht weiter an diese Lippen denken zu müssen. Ein breites Grinsen strahlte ihm entgegen, ein wissendes Grinsen, eins das mit dem was gerade geschah sehr zufrieden schien. Für einen Moment überlegte Finn was es bedeuten könnte, als Flo plötzlich die Augen aufmachte und ihm direkt in die Augen schaute. Da war wieder dieses Glitzern.
„Speckie das ist doch noch nicht kalt.“ Flo knuffte seinen Freund leicht in die Seite.
„Nils und ich fahren an die Tanke, da ist wenigstens ne Klima drin hier zerläuft man ja regelrecht.“
Hörte Finn da einen zweideutigen Unterton?
„Super dann kann ich mir auch noch die Fußball Ergebnisse reinziehn,“ ging Nils auf die Idee von seinem Freund ein. Die Blicke die getauscht wurden, konnte Finn nicht deuten.
„Und Finn bleibt hier um auf das Geburtstagskind aufzupassen.“  Nils kletterte aus dem Pool und schnappte sich ein Handtuch.
„Damit es nicht so einsam ist.“ Wieder trafen funkelnde Augen Finns Blick als Flo, Nils folgte.
„Jungs wie gesagt wenigstens ein wahrer Freund.“
Das erste was Finn bemerkte war die Ruhe in Arnes Stimme, Ruhe und tiefe, etwas sehr schönes, etwas um sich darin zu betten… Im nächsten Momennt spürte Finn eine große starke Hand die ihn an der Schulter packte und ihn in seine Arm zog. Sein Herz blieb stehen, er glaubte das wirklich, das war eindeutig zu viel Körperkontakt.
„Na dann amüsier dich mal mit deinem neuen Freund.“  Nils hatte schon seine Hose, Schuhe und Shirt an und war gerade dabei seine Haare trocken zu rubbeln.
„Friss ihn nicht gleich auf Großer.“ Flo zwinkerte den Beiden zu und zerrte dann Nils aus dem Garten.
„Idioten,“ schnaubte Arne, schloss die Augen und ließ seinen Kopf nach Hinten gleiten. Sein Arm lag immer noch um Finns Schulter, doch er fühlte sich nicht mehr wie ein Schraubstock an. Ein, Zwei tiefe Atemzüge und Finn fühlte sich wesentlich besser, die Nähe war nicht mehr so drückend, sein Herz beruhigte sich. Mit geschlossenen Augen ließ er sich in die freundschaftliche Umarmung fallen. Immer noch kribbelte seine Haut vor Aufregung, doch Arnes Schweigen beruhigte ihn, ließ ihn diesen Moment der Ruhe genießen.
Wie lange sie dort schweigend im Pool lagen, die Sonne und die Ruhe genossen, gemeinsam und doch, so dachte Finn, gedanklich Milliarden Lichtjahre weit entfernt, konnte er nicht mehr sagen. Eine kleine Ewigkeit die viel zu schnell vergangen war.
„Ist dir kalt?“ Arnes Stimme liesß deutlich hören das er völlig entspannt war.
„Nein wieso?“ kurz schüttelte Finn den Kopf nicht sicher ob es der Andere sehen würde.
„Du hast eine Gänsehaut.“
Plötzlich stand sein Körper in Flammen, die Ruhe war nur trügerisch sein Körper hatte ihn schändlich verraten. Das Gefühl das sämtliches Blut zugleich in seinen Kopf und in südlichere Regionen gepumpt wurden, machte Finn ganz schwindelig .
„Achtung wir kommen!“ erschallte Nils Gebrüll.
Mit einigen Zügen war Finn zur anderen Seite vom Pool geschwommen, wenigstens konnte er so sein größtes Problem verbergen, sein wahrscheinlich hochroter Kopf wäre ein anderes Problem.
„Hier Jungs.“ Flo hielt ihm eine offene Flasche Bier hin aus der er gleich drei, vier tiefe Schlucke nahm. Das Wassser bewegte sich und er überlegte noch was er zur Verteidigung wegen seines Kopfes sagen könnte, Sonnenbrand? Als er wieder zu nahen Körperkontakt hatte, eine Hüfte drückte sich leicht gegen sein Becken und er konnte noch etwas spüren. Wieder setzte er an, er hatte innerhalb von Zwei Minuten die Bierflasche abgezogen, nicht wirklich schnell aber sonst genoss er so ein Bier wesentlich länger. Doch sonst spürte er auch nicht ein festes Stück Männlichkeit an seinem Oberschenkel reiben, insbesondere das von Arne.
„Hey Nils noch eins Finn hat Durst,“ meldete Flo sich und schaute ihn etwas besorgt an.
„Sag mal hast du Sonnenbrand?“
„Sonnenbrand, zeig.“  Eine Hand drehte sanft seinen Kopf, sachte Fingerspitzen berührten kurz seine Haut und hinterließen heiße Spuren.
„Ich hol dir was.“
Problemlos zog sich Arne aus dem Wasser, trocknete sich notdürftig ab und schlüpfte in seine Shorts und sein Shirt, bevor er aus dem Garten eilte.
„Er hat nichts gemerkt,“ raunte ihm Flo zu und gab ihm noch ein Bier. Dann stand er auf und während er zu Nils ging meinte er.
„Trink in Ruhe aus, der Große braucht wahrscheinlich einen Moment, wenn ich verbluten würde, dann sollte er ganz sicher nicht Verbandszeug holen, so schusselig wie er ist.“
Finn fragte sich, was Flo gemeint hatte, das Arne seinen roten Kopf nicht bemerkt hätte oder aber seinen Ständer der sich langsam wieder beruhigte. Vor allem Flo hatte es bemerkt und das war fast genauso schlimm. Er trank das zweite Bier fast genauso schnell und fand das er sich jetzt wieder rauswagen konnte, sich anziehen, in den kühlen Schatten von einer riesigen Eiche verziehen wo auch schon Flo und Nils auf einer Decke lagen.
„Also Jungs wir müssen schaun das wir möglichst bald mal wieder Motor Storm zocken,“ meinte Nils eher beiläufig.
„Jap stimmt, es steht ja noch offen wer der Sieger für diesen Sommer wird,“ stieg Flo gleich darauf ein.
„Als ob ihr eine Chance hättet,“ lachte Finn, er war sehr glücklich über diesen Themenwechsel,  endlich Mal etwas wo er nicht ständig an Arne denken musste. Wobei, es war natürlich wieder so, dass Nils, Flo, Arne und er jeweils ein Team bildeten. Teams die im abgedunkelten Zimmer von Arne saßen, nicht weil er das größte oder schönste Zimmer hatte, auch nicht weil er den größten Fernseher sein eigen nannte. Nein eigentlich bestand Arnes Zimmer aus zusammengewürfelten Möbeln, der Fernseher war ein Erbstück von seinem Patenonkel, aber und das war der entscheidente Vortei,l seine Mom ließ sie ungestört spielen. Auch wenn die Jungs ein ganzes Wochenende fast durchzockten, sagte sie nichts und bestätigte auch gegenüber Nils Mutter immer wieder das sie auch mal rausgegangen wären. Jedesmal ärgerte sich Nils wenn wieder ein Kontrollanruf seiner Mutter kam, schließlich waren sie alle schon 18, selbst in so einem kleinen Kaff wie hier, war dieses bemuttern etwas seltsames und die Jungs zogen Nils mehr als einmal damit auf. Der krasse Gegensatz dazu war Arnes Mom, das einzige was sie nicht mochte waren, wie sagte sie so schön, Ballerspiele, dafür sagte Tobi dagegen nix und spielte auch gern mal eine Runde God of War mit ihnen.
„Es stehen noch drei Runden aus und wenn wir euch in allen besiegen, dann schon,“ rechnete ihm Nils schnell vor. Auch wenn ihn die Nähe von Arne oft unsicher machte, sobald er den Controller in der Hand hielt, waren diese Gefühle wie abgeschaltet. Dafür war das freudige Schulterklopfen nach jedem gewonnenen Rennen , mit dem ihm Arne gratulierte immer umso intensiver.
„Außerdem haben wir uns eine Taktik ausgedacht mit der wir ganz sicher gewinnen,“ grinste Flo breit.
„Eine Taktik?“ echote Finn etwas irritiert.
„Jep aber glaub bloß nicht das wir sie verraten, sonst ist es ja witzlos. So schlagen wir auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.“ Sein Grinsen wurde noch breiter.
„Flo…,“ zischte Nils leise.
„Ja ja schon gut, aber anscheinend muß man manche Leute zu ihrem Glück zwingen weil sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.“
„Halt den Mund Flo,“ kam es nun von Nils etwas ungehaltener.
„Mein Gott bist du heute Mal wieder drauf,“ stöhnte er und ließ sich ins Gras fallen.
„Und haste ein Problem mit?“
„Ich doch nicht, ich dachte nur….“
„Mensch Flo, lass einfach mal das denken.“ Nils stöhnte gequält.
Irgendwie wurde Finn das Gefühl nicht los das es nichtmehr um das Spiel ging, aber über was die zwei Freunde stritten war ihm auch nicht klar. Das Schweigen das sich ausgebreitet hatte, wurde von Arne durchbrochen.
„Hier, das hab ich von Mom bekommen, sie meint man muß es ganz fein auftragen.“ Er setzte sich neben Finn, öffnete die Tube und ließ etwas auf seine Fingerspitzen tropfen. Bevor Finn noch wirklich reagieren konnte, legten sich sanfte Finger auf seine heiße Haut, mit langsamen, vorsichtigen fast zärtlichen Bewegungen verteilte Arne das Gel auf seiner Haut.
„Augen zu.“ Seine Stimme war nur noch ein Hauchen. Finn konnte gegen die Gänsehaut die dadurch ausgelöst wurde nichts tun, sein Körper stand wieder unter Hochspannung, dennoch gehorchte er gleich und schloss seine Augen. Sanft wurden auch seine Lider eingerieben. Arne hatte sich zu ihm vorgebeugt, er konnte seinen Atem auf der Haut spüren. Für einen Moment fuhren die Fingerspitzen seine Wangenknochen entlang. Finn war sich nicht sicher ob das nun noch zum verteilen des Gel`s diente oder streichelte Arne ihn sanft? Nein das konnte nicht sein, er öffnete wieder seine Augen und fand Arne`s seinen genau gegenüber, stürmische Sommertage, in diesen Augen wütete ein Orkan, sie waren dunkler als sonst, dunkler und wilder. Fasziniert starrte er in dieses Augenpaar, das er so vorher noch nie gesehen hatte, die fast vergessenen Fingerspitzen glitten an seinem Kinn entlang, über den Hals bis zum Schlüsselbein. Finn musste hart schlucken. Arne streichelte ihn eindeutig, so sehr konnte er sich bei der Deutung dieser Berührung nicht irren. Anscheinend unbewusst leckte sich Arne wieder über die sanft geschwungenen Lippen, sein Gegenüber war viel zu fasziniert von diesem Anblick, das er nicht realisierte wie der Größere den Kopf noch ein Stück weiter zu ihm senkte.
„Gut so?“ kam leise Arne`s Frage und seine Stimme ließ Finn erzittern,  am liebsten wäre er ihm um den Hals gefallen, hätte diese verführerischen Lippen geküsst. Er hätte alles für sein Gegenüber getan.
„Ja…“ das war alles, was er rausbrachte dabei klang seine Stimme wie ein Krächzen. So sehr Finn es wollte, er traute sich nicht die letzten Zentimeter zu überwinden um Arne zu küssen. Das war einfach eine freundschaftliche Berührung sagte sich Finn, Arne würde das Gleiche auch für Flo oder Nils machen, er sollte diesen kurzen Moment genießen und nicht über Dinge nachdenken die nie passieren würden.  Wobei diese Lippen….
„Speckie ich sags ja ungern aber Tobi und deine Mom  kommen gerade, sieht so aus als hätten sie Grillzeug dabei,“ riss die Stimme von Flo die Beiden aus ihrer Erstarrung.
An die Beiden hatte Finn gar nicht mehr gedacht und seine Wangen färbten sich wieder rot , gut das man das wegen des Sonnenbrandes nicht sehen konnte.
„Ähm ja.“ Arne machte keine Anstalten aufzustehen, er schaute Finn immer noch an.
„Danke,“  hauchte dieser und klammerte sich dann an das Bier, das ihm Nils in die Hand gedrückt hatte.
„Für dich immer,“ damit stand Arne auf und ging seinen Eltern entgegen.
Wieder leerte Finn die Bierflasche mit einigen festen Zügen, das konnte doch alles nicht wahr sein, es war ein verfuckter Albtraum auch wenn er nicht genug von diesen kleinen Berührungen bekommen konnte, aber die Tatsache das sie nur Freunde waren machte ihn verrückt.
„Von wegen Wald ein ganzer Urwald wenn du mich fragst,“ knurrte Nils hinter ihm.
„Sag ich doch, das kann man sich doch nicht mit anschauen.“ Flo war aufgestanden und zwinkerte Finn zu.
„Wie geht es denn unserem Sonnenopfer?“ Lea war zu den Dreien gekommen und schaute Finn besorgt an.
„Mit Arne`s fürsorglicher Pflege wird der gute Finn es überleben,“ meinte Flo breit grinsend und legte einen Arm um ihre Schulter.
„Da bin ich aber beruhigt, Arne ist immer sehr fürsorglich.“
„Stimmt das hat er von seiner überaus liebreizenden Mutter, die sicher so fürsorglich wie sie ist für uns was zu Essen gemacht hat damit wir nicht verhungern.“ Sein Grinsen wurde noch breiter und er versuchte in den Korb zu schauen den Lea in der Hand hielt.
„Sagmal wo tust du das ganze Essen eigentlich hin, fütterst du deine Familie damit durch? Ich sollte ein ernstes Wort mit Sandra reden,“ lachte Lea und stubste Flo in die Rippen.
„Bloß nicht Mom glaubt eh ich ess euch die Haare vom Kopf,“ murrte Flo.
„Wenn du den Beiden da hilfst den Grill in Gang zu bekommen geht das mit dem Essen schneller,“ meinte sie ruhig und schon war Flo weg.
„Und du junger Mann könntest mir helfen den Tisch zu decken,“ wandte sie sich an Nils, der sofort aufsprang und ihr den Korb abnahm. Eine Reaktion die Finn schon oft beobachten konnte, wenn Lea eine Bitte äußerte dann waren alle Drei sofort zur Stelle um ihr zu helfen. Sie kannten sich schon über 10 Jahre und irgendwie schien es so als hätte Lea nicht nur einen Sohn sondern 3.
"Wie geht es dir Finn?" sie war vor ihm in die Hocke gegangen und schaute ihn etwas besorgt an.
"Ganz gut nur ein bisschen schwummerig," das war noch nichtmal gelogen, das Bier und vorallem Arne`s Berührungen hatten seinen Körper völlig durcheinander gebracht.
"Na dann bleib ein bisschen im Schatten sitzen und ruh dich aus, wenn du was brauchst sag bescheid." sie lächelte ihn liebevoll an bevor sie zu Nils ging um ihm zu helfen.
Um den Grill standen Tobi, Flo und Arne, die mit dem Feuermachen schwer beschäftigt waren. Anscheinend hatte Tobi einen Witz gemacht denn Flo und Arne lachten laut los. In letzter Zeit verloren Arne`s Gesichtszüge immer mehr das kindliche, noch immer überwiegte die Weichheit die er von seiner Mutter geerbt hatte, aber sein Gesicht wurde kanntiger, gefährlicher. In ein paar Jahren würde er ein sehr attraktiver Mann sein, gut für ihn war Arne doch jetzt schon sehr anziehend. Fast jede Nacht träumte er davon unter Arne`s verschwitztem Körper zu liegen, wie er in ihn stieß, fest und fordernd, seine großen Hände auf seinem Körper....
Finn musste hart schlucken, solche Gedanken waren sehr kontraproduktiv wenn er diesen Abend und vorallem die Nacht überstehen wollte.
Plötzlich traf ihn der Blick von Arne, er trank einen Schluck von seinem Bier und leckte sich danach langsam über seine Lippen so als wollte er keinen Tropfen verschwenden. Die ganze Zeit über hielt er Finn mit seinen Augen gefangen.
Wenn das keine Bierflasche, sondern sein.... Finn schloss die Augen und stöhnte innerlich laut auf. So konnte das nicht weitergehen, er konnte doch nicht bei jeder Geste oder kleinsten Berührung von Arne so reagieren. Diesen Abend würde er noch irgendwie hinter sich bringen und danach musste er weg. Ganz weit weg, die Ferien hatten vor ein paar Tagen begonnen und er wollte in den Sommerferien sowieso seinen großen Bruder in Hamburg besuchen. Das wäre sicherlich weit genug weg um wieder zur Ruhe zu kommen und sich Arne aus den Kopf zu schlagen. Das nächste Schuljahr würde er auch irgendwie hinbekommen und danach würden sich ihre Wege trennen. Das konnte doch nicht so schwer sein, das musste klappen sonst würde er noch wahnsinnig werden.

Jemand setzte sich neben ihn und drückte ihm eine Bierflasche in die Hand.
"Weisst`e Arne und ich wir sind die besten Freunde," es war also Flo der sich neben ihn gesetzt hatte.
"Er ist wie ein Bruder für mich, nee mehr noch ich liebe diesen Kerl, wenn ich nicht auf Frauen stehen würde wäre er meine erste Wahl." Ok was sollte das jetzt werden, er wollte sich über solche Dinge keinen Kopf machen Arne mit einem anderen Mann, mit Flo?
"Man sollte nicht glauben wie scheiße schüchtern dieser Typ ist, selbst wenn eine Situation absolut klar ist, traut er sich nichts zu." Das klang aber nicht nach dem Arne den er kannte, er ging immer offen auf andere Menschen zu, er machte sogar bei Schulprojekten mit die so garnicht zu ihm passten. Letztes Jahr zum Beispiel, er hatte sich als Betreuer für die Chearleader der Sekundarstufe eingetragen, eigentlich nur um seiner kleinen Schwester Tina einen Gefallen zu tun und dann entdeckte er das Arne auch einer der Betreuer war.
"Er hat einfach Angst davor zurückgewiesen zu werden, die Trennung seiner Eltern hat ihm sehr zugesetzt, er zeigt es nur nicht. Für ihn ist es unvorstellbar das man in ihm mehr als nur einen Freund sehen kann. Selbst bei mir, ich glaub wenn ich wirklich auf Männer stehen würde dann müsste ich ihn erst zu Boden knutschen bevor er versteht das ich auf ihn stehe." Was wollte Flo ihm damit sagen, hatte er gemerkt das er mehr von Arne wollte? Nur Arne war ganz sicher nicht schwul, ganz sicher nicht!
"Vielleicht solltest du das Eva mal sagen, die zieht ihn ja immer mit ihren Augen aus," brummte Finn missmutig.
"Nee lass mal Eva ist definitiv nicht sein Typ, auch wenn er sie ganz gern mag," lachte Flo leise.
"Er hat jemand anderen den er favorisiert, nur traut er sich nicht, wobei Nils und ich, wir sind uns sicher das diese Person auch interessiert ist."Das konnte niemand aus der Schule sein, ihm war nur Eva aufgefallen die Arne mit diesen gierigen Blicken anschaute, jemand anderen hätte er bemerkt. Vorallem da diese Person auch Flo und Nils aufgefallen war. Am Ende....nein er war vorsichtig, suchte keinen übermäßigen Körperkontakt, damit würde er sich ja selbst bestrafen und beobachten tat er ihn auch nur unauffällig.
"Warum redet ihr nicht einfach mal mit diesem Mädchen, wenn es doch so offensichtlich ist das sie Arne auch mag?" wieso musste er eigentlich mit Flo über Arnes Liebesleben reden, besonders da er nicht darin vorkam.
"Was glaubst du denn? Wir reden schon ewig auf ihn ein, aber er glaubt uns nicht. Er hat uns verboten mit dieser Person zu reden, zumindest wenn es um seine Gefühle geht. Das Problem ist nur, wir können es uns nicht mehr mitanschauen. Anscheinend stehen Beide dermaßen auf dem Schlauch das sie nicht sehen was eigentlich los ist." Tja was sollte er dazusagen, wenn Arne seine Gefühle nicht offenbaren wollte.
"Naja ich werd wieder zum Grill gehen, ich hab Kohldampf und sonst kümmert sich niemand um das Fleisch." Flo stand auf und Finn öffnete wieder die Augen. Arne stand zwar noch mit Tobi am Grill doch sie schienen sich angeregt zu unterhalten.
"Ach so und Finn." Flo drehte sich noch einmal zu ihm um.
"Hmmm?" er sah ihn fragend an.
"Ich hab nie gesagt das es um ein Mädchen geht," grinste er ihn wieder mit so einem Glitzern in den Augen an. Dann drehte er sich um und ging zum Grill, legte Arne lachend einen Arm um die Schulter und knuffte ihn in die Seite. Woraufhin Arne sich zu Finn umdrehte und ihn anlächelte, sein Blick schien ihn zu fragen ob alles ok wäre, wie in Trance nickte Finn ihm zu.
Bis er zum Essen gerufen wurde blieb Finn im Schatten sitzen, ...nie gesagt das es um ein Mädchen geht... diese Worte gingen ihm nicht aus dem Kopf. Seinen Teller mit Fleisch hatte Flo schon auf den Tisch gestellt, gegenüber von Arne. Zwischenzeitlich war auch Mia dazugekommen, sie quetschte sich zwischen ihren großen Bruder und Flo den sie immer wieder mit bewunderten Augen anschaute. Diese kindliche Verliebtheit war schon süß und Finn wusste genau das Flo das genoss. Für Arne schien das ein gefundenes Fressen zu sein, denn wie so oft spielte er den eifersüchtigen großen Bruder, weil Mia seinen besten Freund viel lieber mochte als ihn. So wurden Beide von ihr mit Salat gefüttert, immer abwechselnd, wobei sie Flo immer etwas mehr anstrahlte wie ihren Bruder.
Nach dem Essen half Tobi Nils und Flo noch das Lagerfeuer anzuzünden, Arne spielte fangen mit Mia nachdem er seiner Mutter geholfen hatte alles aufzuräumen. Zwar wollte Finn auch helfen, doch Arne meinte er solle gefälligst sitzen bleiben und sich ausruhen.
Das Feuer brannte, Tobi fing seine Tochter ein, das kleine Mädchen kuschelte sich müde an seine Schulter.
"So Jungs dann noch viel Spaß." Lea lachte, denn in dem Moment wurde sie von ihrem Mann an der Taille gepackt und an sich gezogen.
"So ich nehm die Frauen mal mit, lasst es krachen," nickte er ihnen zu und verschwand mit seinen zwei Frauen aus dem Garten.
Langsam fanden sich die vier Jungs am Lagerfeuer ein, Arne hatte seine Gitarre geholt und spielte leise vor sich hin. Klar kannte Finn seine Gitarre, doch er wusste nicht das Arne so gut spielen konnte.
"Komm sing was für uns," forderte Nils seinen Freund auf.
"Hmm ich weiß nicht..." murrte Arne, immer noch auf die Saiten schauend.
"Finn hat dich noch nie singen gehört, das wäre doch der passende Zeitpunkt," meinte Flo und verteilte noch eine Runde Bier.
"Na gut," murrte Arne immer noch, doch dann begann er zu spielen. Finn brauchte einen Moment bis er das Lied erkannte.

When you were here before
Couldn't look you in the eye
You're just like an angel
Your skin makes me cry
You float like a feather
In a beautiful world
I wish I was special
You're so fucking special

But I'm a creep
I'm a weirdo
What the hell am I doing here?
I don't belong here

Von der dunklen tiefen Stimme bekam er eine Gänsehaut, nicht das er es ihm nicht zugetraut hätte, aber Arnes Stimme war atemberaubend.  Und dieses Lied, wie oft hatte er es schon gehört? Immer wenn er es nicht mehr aushalten konnte, wenn er glaubte daran kaputt zu gehen, immer wenn er sich sicher war das er ein Niemand war, das er es nicht wert war von Arne beachtet zu werden.

I don't care if it hurts
I want to have control
I want a perfect body
I want a perfect soul
I want you to notice when I'm not around
You're so fucking special
I wish I was special

Er wünschte es sich so sehr, das er derjenige sein könnte den Arne liebt, das er ihm das geben konnte was er brauchte. Nur in seinen Augen war Finn ein Verlierer, zumindest was seine Gefühle und vorallem was Arne betraf. Natürlich tat es weh, es tat unendlich weh, besonders jetzt da er wusste das Arne verliebt war und er keine Chancen bei ihm hatte. Den Schmerz konnte er aushalten, aber verdammt er wollte wieder die Kontrolle über sein Leben.

But I'm a creep
I'm a weirdo
What the hell I'm doing here?
I don't belong here

MIt so einer Intensität hatte Finn das Lied noch nie gehört, fast so als würde Arne über sich selbst singen. Nein, nein das konnte nicht sein, klar Arne war nicht der Frauenschwarm aber er war ganz sicher kein Looser, er war niemand der sich verstecken musste. Im Gegensatz zu ihm hatte er wirkliche Freunde die immer zu ihm standen, als Finn klar wurde das er auf Jungs stand im speziellen auf den einen hatte er sich Anfangs völlig abgekapselt.
Sein damals bester Freund war kurz vorher weggezogen und seitdem hatte er nur lockere Bekanntschaften, die Angst das jemand ihn verurteilte weil er anders war, war einfach zu groß. Bis jetzt, bis Flo ihn einfach so zu dem Trio dazu geholt hatte, bis aus dem Trio vier Leute wurden. Ja, die drei sahen in ihm mehr als nur irgend einen Bekannten, sie behandelten ihn wie einen Freund und seit langem fühlte Finn sich wieder richtig gut. Das es für ihn auf der anderen Seite auch die Hölle war überging er regelmäßig, zumindest konnte er so Arne nahe sein.

Whatever makes you happy
Whatever you want
You're so fucking special
I wish I was special

But I'm a creep
I'm a weirdo
What the hell am I doing here?
I don't belong here
I don't belong here

Eigentlich wollte er doch nur das Arne glücklich war, im Grunde das gleiche wie Flo und Nils. Vielleicht waren seine Beweggründe andere, sein Ziel, aber in der Sache an sich wollten sie alle das selbe. Auch wenn er es so sehr wollte, ihm war klar das er Arne nie mehr als freundschaftliche Liebe schenken konnte. I´m a creep, Finn hätte losheulen können.
"Ich weiß ja das du dieses Lied liebst, aber wie wäre es mit etwas nicht ganz so deprimierendes,"murrte Nils nachdem die letzten Arkorde verklungen waren.
Im ersten Moment glaubte Finn das Arne seinem Freund gleich eine reinhauen würde. Sein Gesicht war wutverzerrt.
"Ich mag es einfach, weil es passt," knurrte er.
"Speckie das..."setzte Flo an, doch der vernichtende Blick von Arne brachte ihn wieder zum schweigen.
Dann schaute er Finn an, seine Gesichtszüge wurden wieder weicher und für einen Moment glaubte Finn eine Träne zu sehn.
"Ich fand es wunderschön," am liebsten hätte Finn den Koloss der ihm gegenüber saß, in den Arm genommen und ihm zugeflüstert das er für ihn, für Finn das besonderste auf der ganzen Welt und nicht Arne, sondern er unwürdig war.
"Danke." Arne lächelte ihn an und durch das Feuer sah es fast so aus als würde er rot werden.
"Deine Stimme ist der Wahnsinn," flüsterte Finn der sich nicht von Arnes Blick lösen konnte.
"So toll ist die doch gar nicht," erwiderte Arne verlegen und strahlte ihn etwas mehr an.
"Doch, ich fand es sogar noch besser als das Orginal," ereiferte sich Finn, mein Gott wenn er darüber nachdachte wie es sich wohl anhören würde wenn Arne vor Erregung stöhnte, allein diese Stimme nah an seinem Ohr würde ihn völlig wahnsinnig machen.
"Na der wichtigsten Person hat es also gefallen, könntest du jetzt etwas nicht ganz so selbstzerstörerisches spielen?" Finn konnte genau hören wie Flo grinste.
"Was möchte denn mein aller bester Freund hören?" wollte Arne wissen ohne den Blick von Finn zu lösen.
"Spiel was von Mando Diao"
Das nächste Lied kannte Finn nur vom hören, wusste aber nicht wie es hieß. Nacheinander durfte jeder sich ein Lied wünschen und die meisten konnte Arne auch spielen. Die Stimmung wurde wieder gelöster. Sie lachten viel,tranken noch einiges und erst als Nils vor sich hinschnarchte beschlossen sie schlafen zu gehn.
"Finn." Flo kam nochmal zu ihm nachdem er Nils ins Zelt verfrachtet hatte und Arne seine Gitarre wegbrachte.
"Ja?" Flo legte seinen Arm um seine Schulter und kam ihm ganz nahe. Nüchtern war Flo ganz sicher nicht mehr und Finn wollte seinen Kater später nicht haben.
"Finn, mein Bester, du weißt doch was ich meinte als ich sagte das ich nie über ein Mädchen geredet hab?" Flo grinste ihn an wie ein Honigkuchenpferd.
"Ich denke schon,"  brachte Finn mühselig heraus.
"Na dann ist ja gut, pass auf das ihr nicht zu laut seid, ich will pennen," sprachs und ließ sich mehr oder weniger ins Zelt fallen.
Einen Moment stand er in der kühlen, dunklen Nacht, ....kein Mädchen....dann musste es eine Frau sein.....oder vielleicht, vielleicht meinte Flo auch das Arne...
"Na sind die Beiden schon im Zelt?" durchbrach Arne seine Gedanken, als er zu ihm kam.
"Ja Flo ist eben verschwunden," nickte Finn.
"Nacht Spargel," rief Arne in die Richtung des Zeltes wo Nils und Flo schliefen.
"Nacht Speckie, viel Spaß noch," kam in der gleichen Lautstärke die Antwort von Flo.
"Na dann werden wir auch mal schlafen gehn,oder?" Arne sah ihn fragend an.
"Klar."
Der Anblick wie Arne in das Zelt kroch war atemberaubend, doch darüber wollte Finn nicht weiter nachdenken. Eine Nacht, sie würden einfach eine Nacht nebeneinander schlafen, da war nix dabei.
Vor dem Zelt streifte er seine Schuhe ab und folgte dann Arne, die Luft war stickig und Arne machte keine Anstalten in seinen Schlafsack zu kriechen.
„Mir ist noch zu warm, stört es dich wenn ich mein Shirt ausziehe?“ fragte er leise.
„Nein, nein mach nur,“ murmelte Finn, er würde gleich neben einem halbnackten Arne liegen, wobei er hatte ihn heute ja schon nackt gesehen und auch gespürt, schlimmer konnte es nicht kommen. Es dauerte eine Weile, dann lag Arne mit hinter dem Kopf verschränkten Armen wieder neben ihm und füllte so die komplette Breite des Zeltes aus.
„Ist schön das du heute dabei warst,“ meinte Arne plötzlich.
„Hmm danke das du mich eingeladen hast,“ erwiderte Finn leise.
„Klar du bist doch mein Freund so wie Flo und Nils.“
„Ich hatte noch nicht einmal ein Geschenk für dich,“ überlegte Finn und ihm wurde bewusst wie gern er Arne etwas schenken würde, etwas sehr persönliches.
„Die Anderen haben mir auch nichts geschenkt das machen wir nie,“ erklärte ihm sein Nebenmann.
„Ja aber ich würde dir gern etwas schenken,“ murmelte Finn
„Ach und was denn?“ Arne drehte sich auf die Seite, stützte seinen Kopf mit einer Hand ab und schaute Finn interessiert an.
„Also ich sag dir gleich so einen Scheiß von wegen Gummipuppe und so kannst du dir sparen, haben die zwei Anderen schon gemacht und ich fand es gar nicht lustig.“
„Ich würd dir gern was ganz persönliches schenken.“ Finn musste bei diesen Worten hart schlucken, mit dem was er jetzt vorhatte setzte er alles aufs Spiel, doch die Andeutungen von Flo ließen ihm keine Ruhe.
„Was denn?“ Arnes Stimme war nur noch ein Hauchen und Finn wurde erst jetzt bewusst wie eng sie eigentlich aneinander lagen.
„Das hier.“ Vorsichtig überwand er die restlichen Zentimeter und legte seine Lippen sanft auf die von Arne. Langsam bewegte er sie, ohne auf eine Reaktion von Arne zu rechnen, dessen Lippen waren so weich und warm, schmeckten ein wenig nach Alkohol. Als er sich wieder von Arne löste hatte dieser die Augen geschlossen.
„Hab ich gesagt du sollst aufhören?  Ich will mehr, solche Geschenke gefallen mir,“ während er das sagte öffnete er die Augen und Finn konnte im schwachen Licht seine Augen blitzen sehn.
Diesmal drängten sich Arnes Lippen gegen seine, etwas wilder, ungestümer, jetzt ist alles egal, dachte Finn und bat mit seiner Zunge um Einlass in Arnes Mund, der ihm gleich willig geboten wurde.
Der Kuss wurde immer intensiver, so das Finn erst gar nicht mitbekam, wie Arnes Hand sanft über seine Schulter und seinen Arm strich. So ermutigt ließ auch er seine Hand auf Wanderschaft gehen. Erkundete die starke Brust vor sich die sich unregelmäßig hob und senkte, berührte die Brustwarzen die unter seinen Fingerspitzen sofort hart wurden und er ein abgehaktes Stöhnen zu hören glaubte. Ein starker Arm zog ihn noch enger an den anderen Körper, ihre Haut berührte sich, Finn drückte sein Becken leicht gegen das von Arne, als er merkte wie sehr ihn dieser Kuss schon erregt hatte. Doch anscheinend nicht nur ihn, er glaubte eine deutliche Beule in den Shorts von Arne ausmachen zu können. Einige Momente später lösten sie sich atemlos wieder voneinander.
„Danke das war ein sehr schönes Geschenk,“ hauchte ihm Arne leise entgegen.
„Das war noch nicht alles.“  Finn küsste erneut Arnes Lippen, küsste seinen Hals, sein Schlüsselbein, leckte sanft über die Brustwarzen,  biss zart hinein.
„Ohhh Finn.“ keuchte Arne auf und ließ sich nach Hinten fallen, strich mit seinen großen Händen durch seine Haare.
„Soll ich aufhören?“ fragte er eher retorisch denn er spürte wie sehr es dem Anderen gefiel.
„Nein, nein hör nicht auf…außer du willst es … ich mein…“ stotterte Arne
„Ich will nicht aufhören,“ flüsterte er rau und küsste Arnes Bauchnabel. Er würde nicht aufhören, jedenfalls solange nicht bis Arne stopp sagte, solange wollte er diesen Körper vor sich genießen mit allen Sinnen. Seine Lippen senkten sich wieder auf die weiche Haut unter ihm, umkreiste noch einmal den Bauchnabel um dann weiter südlich zu ziehen. Seine Hand berührte leicht den Stoff der Shorts von Arne und im gleichen Moment hörte er wie dieser geräuschvoll Luft einzog.
„Du darfst nicht vergessen zu atmen,“ neckte er Arne.
„Ich werd versuchen deine Ratschläge zu befolgen,“ kam es ihm fast tonlos entgegen.
„Aber ich kenn mich da nicht so gut aus.“ Finn glaubte wieder einen Rotschimmer im Gesicht des Anderen zu sehen.
„Das macht nichts,“ seine Hand legte sich auf die Beule die er vor wenigen Momenten schon gespürt hatte.
„Du musst ja nichts machen ist ja dein Geburtstagsgeschenk,“ langsam gefiel ihm der Gedanke Arne zu verführen. Mit Genugtuung spürte er wie etwas unter seiner Hand zu wachsen begann. Mit sanftem Druck fuhr er darüber bevor seine Finger in die Shorts schlüpften und sich um das heiße Stück Fleisch legten, langsam auf und ab bewegend.
Das Arne es erregen würde, das hatte Finn gehofft doch das er selbst davon so erregt würde, damit hatte er nicht gerechnet. Er wollte mehr, viel mehr mit der anderen Hand schob er die Shorts nach Unten, für einen Moment war er überwältigt von dem was er nun vor sich sah,  das war deutlich mehr wie er hatte. Schwer schluckend leckte er sich über die Lippen, für ihn gab es jetzt keinen Rückzieher mehr,  seine Zungenspitze berührte die pralle Eichel die sich ihm entgegen streckte und ganz langsam nahm er alles in den Mund auf. Finger vergruben sich in seinen Haaren, er hörte wie Arne rau aufstöhnte, langsam entließ er ihn wieder aus seinem Mund. Nur um seine Zunge mehrmals keck über die Eichel blitzen zu lassen bevor er ihn wieder in den Mund nahm. Immer schneller bewegte er seinen Kopf auf und ab, es war wie ein Rausch, dieses Stück zuckende Fleisch tief in seinem Mund und er war es der Arne soweit brachte, ihm immer wieder kehliges Stöhnen entlockte.
Plötzlich zogen ihn zwei starke Hände nach Oben, Arne verschloss seinen Mund mit einem wilden Kuss, mit einer Hand hielt er ihn fest mit der andern schob er Finn die Shorts vom Hintern. Die Hand umfasste Finns Männlichkeit und pumpte einige Mal auf und ab, bis Finn geräuschlos in den Kuss hinein stöhnte, er spürte wie sich beide Schwänze berührten, wie Arnes Hand Beide umschloss. Wenn er so weitermacht komme ich gleich, schoss es Finn in einem klaren Moment durch den Kopf. Vorsichtig löste er sich von Arne und setzte sich auf.
„Was…was..komm wieder her.“ er versuchte Finn wieder zu sich zu ziehen.
„Nein warte.“ sanft fuhr er mit den Fingerkuppen über die harte Männlichkeit von Arne.
„Ich will aber nicht mehr warten,“ keuchte Arne etwas ungehalten.
„Schau nur was du mit mir machst.“ Finn sah die ersten Lusttropfen glitzern.
„So geht es mir doch auch,“ versuchte er ihn versöhnlich etwas hin zu halten, verstohlen suchte er nach einer Cremedose in seinem Rucksack, es wäre zwar nicht das Idealste, aber er wollte Arne in sich spüren.
„Gib mir deine Hand,“ forderte er Arne auf, der im zwar irritiert aber widerstandslos gehorchte, vorsichtig verteilte er die Creme auf seinen Zeigefinger und führte sie dann an ihren Bestimmungsort. Fassungslos wurde Finn von ihm angestarrt.
„Ich will mit dir schlafen Arne, ich will dich tief in mir spüren,“ versuchte er so verführerisch wie möglich zu sagen doch seine Stimme zitterte erbärmlich.
„Ist das dein Ernst?“ wollte der Größere wissen.
Finn nickte stumm und er fühlte wie sich der Finger langsam seinen Weg suchte. Es tat weh, es war unangenehm, doch Arne war behutsam und sehr langsam, nach einer Weile hatte Finn sich an das Gefühl gewöhnt.
„Nimm noch einen dazu,“ flüsterte er heiser, diesmal brauchte er nicht ganz so lange um sich an das Gefühl zu gewöhnen, er bewegte sogar sein Becken leicht auf und ab, er wollte mehr davon. Als ob er es geahnt hätte führte Arne noch einen dritten Finger ein, bewegte sie leicht so das sie ganz leicht die Prostata streiften. Beim ersten Mal war es wie ein leichtes warmes Wummern in Finns Bauch, beim nächsten Mal breitete sich diese Wärme im ganzen Körper aus, immer und immer wieder berührte Arne diese Stelle und der Kleine glaubte vor lauter Glück zerfließen zu müssen.
„Bitte Arne… ich will dich,“ keuchte Finn
Arne zog seine Finger aus ihm zurück, schaute ihn mit lustverhangenen Augen an.
„Du willst das wirklich?“ fragte er noch einmal nach.
„Ja ich will dich spüren, ich will dich schon so lange spüren,“ keuchte Finn der die Anspannung kaum noch aushalten konnte. Langsam und sehr vorsichtig drang Arne in ihn ein, als er Finn ganz ausfüllte blieb dieser einen Moment still sitzen um sich an die Größe zu gewöhnen. Zärtlich strich er über Arnes Brust neckte seine Brustwarzen.
„Ist es schön so?“ wollte er schüchtern wissen, für ihn war ein Traum wahr geworden doch er wusste nicht ob es auch Arne gefiel.
„Ja es ist … Finn du bist so eng ich hab Angst dir weh zu tun,“  hilflos sah er ihm in die Augen.
„Du tust mir nicht weh es fühlt sich gut an.“ um seinen Satz zu bestätigen bewegte sich Finn langsam auf und ab, entlockte damit Arne ein raues fast gefährlich klingendes Stöhnen.  
„Oh Gott was machst du nur mit mir…“ entkam es Arne als Finn das Tempo steigerte.
„Dir dein hoffentlich schönstes Geburtstagsgeschenk geben.“  keuchte Finn ungehalten, mittlerweile pumpte er seinen Schwanz im gleichen Rhythmus wie er Arne ritt, lange würde er das nicht mehr aushalten.
„Das ist das absolut schönste Geschenk das ich bis jetzt bekommen habe,“ sanft zog er Finn zu sich runter und küsste ihn leidenschaftlich, die veränderte Position brachte den Kleinen fast um den Verstand, er krallte sich in Arnes Rücken und dann spürte er wie der Orgasmus kam.
„Arne ich halt es nicht mehr aus….“
„Dann komm …..ich kann auch nicht mehr …..Finn das ist so schön.“
„Ich ……ich…ich…..Arne…..ich lie….ahhhhhh!“ Es war nicht so wie mit Sarah, es war noch nicht einmal so wie er sich in seinen Träumen ausgemalt hatte, für einen Moment spannten sich all seine Muskeln an und dann kam er so heftig wie noch nie zuvor. Für einen Moment sah Finn kleine Sternchen vor seinen Augen tanzen, erst einige Augenblicke später realisierte er das Arne auch gekommen war. Zärtlich strich dieser über seinen verschwitzten Rücken, zog ihn wieder ganz eng an sich.
„Danke für das wunderschöne Geschenk,“ raunte er sanft in Finns Ohr.
„So wie du,“ lächelte Finn matt und ließ sich neben ihn gleiten, Arne zog ihn in seinen Arm so das Finn seinen Kopf auf seine Brust legen musste. So schliefen sie ein.

„Sollen wir sie nicht wecken?“ Finn wurde durch ein Stimmengewirr geweckt.
„Nee Lea lass die Zwei noch pennen die hatten eine harte Nacht,“ hörte er Flo, woraufhin Nils anfing zu lachen.
„Zuviel getrunken hmmm?“ Arnes Mutter stand direkt vor dem Eingang.
„Das anscheinend nicht aber sie hatten noch viiieeellll zu erzählen,“ kicherte Flo, was hatte Frau Hermann mal zu Nils gesagt, Ihr Drei kichert wie aufgeregte 6 Klässlerinnen,wie recht diese Frau doch hatte.
„Ich will gar nicht wissen was die noch so alles getrunken haben,“ fiel Nils in das Gekicher mit ein.
„Naja wenn ihr Zwei so weiter macht werden sie von eurem Gegacker noch wach. Kommt ich hab Kaffee gemacht, Arne weiß ja wo alles ist die zwei können ja später nachkommen.“
Für einen Moment ließ Finn die Augen geschlossen, noch immer hielt Arne ihn im Arm, sein Herz schlug gleichmäßig. So viel Alkohol hatten sie gar nicht getrunken, ob Arne sich noch an alles erinnern konnte, er konnte es. Nicht nur sein Hintern erinnerte ihn daran, sondern auch sein verräterisches Herz.
„Sind sie endlich weg?“  erschrocken öffnete Finn die Augen.
„Guten Morgen Süßer.“ Arne beugte sich zu ihm rüber und küsste ihn sanft auf den Mund.
„Ja sie sind weg,“ stotterte er verlegen.
„Schön die anderen zwei Idioten sehen wir eh noch früh genug,“ er streichelte zärtlich über Finns Bauch.
„Meinst du sie haben etwas mitbekommen?“ wollte Finn unsicher wissen.
„Also als Flo vor einer halben Stunde hier rein geschaut hat, konnte er sich ein fettes Grinsen nicht verkneifen und vor allem nicht den Komentar das er mir lieber beim Holzfällen zuhört.“
„Oh scheiße“ entfuhr es Finn.
„Ach was so schlimm ist das nicht, ich musste den Beiden schon mehr als einmal zuhören und eigentlich freuen sie sich für mich.“ Arne reckte sich ausgiebig und kuschelte sich danach wieder an Finn.
„Sie freuen sich für dich?“  Finn kam die Sache mehr als komisch vor.
„Naja weil ich…sie wissen eben schon ein Jahr das ich auf Jungs stehe und vor allem auf einen Jungen, ich hab mich nur nie getraut ihm das zu sagen,“ erklärte er.
„Aha.“ plötzlich wurde Finn richtig schlecht,  eben beichtete Arne ihm das er schwul und das er anscheinend verliebt war und er hatte ihm heute Nacht beinahe gesagt,…..verdammt!
„Finn?“ er zwang ihn seinen Kopf zu ihm zu drehen.
„Finn schau mich an, bitte,“ seine Stimme war ganz leise und sanft, Finn zwang sich in diese stürmischen Augen zu schauen.
„Weißt du der Junge in den ich mich verliebt habe, er ist ein toller Sportler, groß, schlank, braungebrannt, die ganzen Mädchen fliegen auf ihn, er hat die schönsten blauen Augen die ich bis jetzt gesehen habe, seine Haare stehen ihm manchmal in alle Himmelsrichtungen vom Kopf ab, er lacht die ganze Zeit und wenn er rot wird sieht er richtig süß aus. In der Schule häng ich wie gebannt an seinen schönen Lippen, am liebsten würde ich sie die ganze Zeit küssen. Die zwei Idioten haben es natürlich schnell gemerkt und mir solange keine Ruhe gelassen bis ich ihnen gesagt habe in wen ich verliebt bin. Sie meinten ich müsste das jetzt in Angriff nehmen, aber weißt du ich bin doch für alle nur der tollpatschige Kuschelbär wie hätte ich da so einen tollen Jungen ansprechen können.“  Arne holte nach diesem kleinen Monolog erst einmal tief Luft.
Finn konnte das ungute Gefühl in seinem Magen nicht ignorieren, wer auch immer dieser Typ war er hatte Arne nicht verdient, vielleicht gab es wirklich hübschere Männer aber das machte er mit seiner Art völlig weg und ihn würde so ein bisschen Speck am Bauch nicht stören. Ganz im Gegenteil dieser Körper hatte sich verdammt gut angefühlt in dieser Nacht. In seinen Armen hatte sich Finn so geborgen gefühlt, so als könnte ihm die ganze Welt nichts mehr anhaben.
„Aber sie haben mir immer wieder Mut gemacht und naja er hat mir das schönste Geburtstagsgeschenk gegeben das ich mir vorstellen konnte,“ er grinste Finn breit an.
„Aber ich dachte….oh…du meinst…“ stotterte Finn überrumpelt der erst einmal seine Gedanken sortieren musste.
„Finn ich liebe dich auch.“ Arne beugte sich zu ihm und verschloss den vor Verwunderung offen stehenden Mund mit einem innigen Kuss.



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